Was vor zehn Jahren als kleiner regionaler IT-Dienstleister begann, hat sich zu einem Anbieter für Cloud-, IT- und Rechenzentrumsleistungen entwickelt. Am 21. August feierte die rhöncloud GmbH ihr zehnjähriges Bestehen gemeinsam mit Kunden, Geschäftspartnern, Mitarbeitenden sowie zahlreichen Gästen aus Politik und Wirtschaft. Unter den Gästen waren die Hessische Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus, Dr. Johannes Loheide, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum, sowie Stefan Kremer, CTO von stackwork, einer Digitaltochter von Eintracht Frankfurt.
Rund 80 Gäste kamen am Wartturm in Eichenzell zusammen, der vom örtlichen Rhönklub betreut wird. Begrüßt wurden sie vom 34-jährigen Gründer und Geschäftsführer Manuel Bittorf, der auch durch den Abend führte – für ein Technologieunternehmen bemerkenswert analog und ohne digitale Unterstützung. Neben den politischen Grußworten gab Stefan Kremer Einblicke in die Digitalstrategie von Eintracht Frankfurt und würdigte die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen.
Das Jubiläum war dabei mehr als ein Rückblick auf die vergangenen zehn Jahre. Im Mittelpunkt stand ebenso die weitere Entwicklung. Heute bietet das Unternehmen Cloud-, IT- und Rechenzentrumsleistungen für Unternehmen, Kommunen, KRITIS-Organisationen und die öffentliche Hand. Im Zentrum stehen eigenbetriebene und souveräne Cloud-Infrastrukturen, persönlicher IT-Service sowie der Betrieb digitaler Dienste aus Deutschland.
„Zehn Jahre rhöncloud sind für uns vor allem zehn Jahre Vertrauen: von unseren Kunden, unseren Partnern und ganz besonders von unserem Team. Aus einer kleinen Idee ist ein Unternehmen entstanden, das heute an Projekten arbeitet, die wir uns vor Jahren kaum hätten vorstellen können. Darauf sind wir sehr stolz. Gleichzeitig haben wir noch sehr viel vor“, sagte Bittorf.
Die Bedeutung regionaler IT-Infrastrukturen für die digitale Souveränität hob Digitalministerin Sinemus hervor. Eine souveräne digitale Gesellschaft brauche offene Märkte, internationale Zusammenarbeit und starke Partnerschaften, zugleich aber auch eigene Fähigkeiten und eine Infrastruktur, die nicht allein von einzelnen internationalen Plattformen oder Anbietern abhängig sei. Gerade regionale Rechenzentren könnten Nähe, Vertrauen und zusätzliche Resilienz schaffen.
Digitale Stärke dürfe sich nach Ansicht der Ministerin nicht auf einzelne Ballungsräume konzentrieren. Digitale Souveränität entstehe vielmehr durch Vielfalt und leistungsfähige Strukturen in der Fläche. Das Unternehmen aus Eichenzell zeige beispielhaft, wie Digitalisierung, regionale Wertschöpfung und technologische Innovation miteinander verbunden werden könnten.
Auch Staatssekretär Loheide würdigte die Entwicklung. Zehn Jahre rhöncloud zeigten, dass Hessen auch für innovative Gründerinnen und Gründer ein attraktiver Wirtschaftsstandort sei. Digitalisierung sei nicht nur eine Angelegenheit großer Metropolen, sondern biete gerade ländlichen Räumen Chancen für Arbeitsplätze, regionale Wertschöpfung und technologische Entwicklung. Loheide verwies in diesem Zusammenhang auf die Unterstützung solcher Unternehmen durch den HessenFonds.
Eine zentrale Rolle für die nächste Wachstumsphase spielt der neue rhöncloud DataRock® in der Smart City Eichenzell. Mit dem Rechenzentrumsprojekt wird die eigene Infrastruktur deutlich ausgebaut. Zusätzliche Kapazitäten sollen für Unternehmen und öffentliche Auftraggeber geschaffen werden. Zugleich soll der Standort als Beispiel für nachhaltige Digitalisierung weit über die Region hinaus wirken.
Mit dem DataRock® beginnt für das Unternehmen eine neue Entwicklungsphase. Neben klassischen IT- und Cloud-Dienstleistungen sollen künftig verstärkt eigene und noch unabhängigere Plattform- und Rechenzentrumsleistungen angeboten werden. Dazu zählen auch Colocation-Services für Kunden mit besonders hohen Anforderungen an Sicherheit, Schutz und Verfügbarkeit. Digitale Souveränität, Datensicherheit, Hochverfügbarkeit und nachhaltige IT-Infrastruktur gewinnen damit weiter an Bedeutung.
Gleichzeitig soll das Geschäft von Hessen aus zunehmend deutschlandweit ausgebaut werden. „Unsere Wurzeln liegen in Hessen und das wird auch so bleiben. Gleichzeitig möchten wir unsere Infrastruktur und unsere Plattformen künftig deutlich stärker deutschlandweit anbieten. Unser Anspruch für die kommenden Jahre lässt sich deshalb sehr einfach zusammenfassen: Aus Hessen heraus, für Deutschland – und vielleicht darüber hinaus“, sagte Bittorf.
Die regionale Verankerung soll dabei erhalten bleiben. Das Unternehmen will zeigen, dass leistungsfähige digitale Infrastruktur nicht ausschließlich in den großen Ballungsräumen entstehen muss. Auch aus dem ländlichen Raum heraus können technologische Innovationen entwickelt und betrieben werden, wenn entsprechende Strukturen vorhanden sind.
Das zehnjährige Bestehen versteht die rhöncloud deshalb nicht als Abschluss, sondern als Ausgangspunkt für die nächste Phase. Der Dank gilt den langjährigen Kunden, Partnern und Mitarbeitenden. Gleichzeitig bleibt der Anspruch bestehen, sichere, persönliche und langfristig verlässliche IT-Lösungen bereitzustellen und Abhängigkeiten von internationalen Hyperscalern so weit wie möglich zu reduzieren.
Weitere strategische Entwicklungen und Projekte sollen in den kommenden Monaten vorgestellt werden. Damit steht nach zehn Jahren nicht nur ein Rückblick auf eine regionale Erfolgsgeschichte im Mittelpunkt, sondern auch der nächste Schritt: Aus Hessen heraus soll digitale Infrastruktur künftig für Kunden in ganz Deutschland bereitgestellt werden. +++














