Umfrage: 42 Prozent der Deutschen sparen nicht privat für das Alter

Rente11

Die private Altersvorsorge bleibt für viele Menschen in Deutschland ein ungelöstes Thema. Einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa für die „Bild am Sonntag“ zufolge legt knapp die Hälfte der Bevölkerung nach eigenen Angaben kein zusätzliches Geld für den Ruhestand zurück. Demnach gaben 42 Prozent der Befragten an, weder auf einem Sparbuch noch in Aktien oder anderen privaten Anlageformen Geld für das Alter anzusparen. Dagegen erklärten 49 Prozent, regelmäßig privat für den Ruhestand vorzusorgen. Neun Prozent machten keine Angabe.

Auch bei der Frage nach der Zukunft der gesetzlichen Rente zeigt sich ein klares Meinungsbild. Viele Bürger wünschen sich eine stärkere Finanzierung des Rentensystems aus Steuermitteln. 28 Prozent halten eine Erhöhung des Steuerzuschusses zur Rentenkasse für die beste Maßnahme, um die gesetzliche Rente langfristig zu stabilisieren. Für höhere Rentenbeiträge der Beschäftigten sprechen sich 18 Prozent aus. 15 Prozent bevorzugen langsamer steigende Renten.

Keine Mehrheit findet dagegen die Idee, das Renteneintrittsalter direkt an die steigende Lebenserwartung zu koppeln. 58 Prozent der Befragten lehnen ein solches Modell ab, während 28 Prozent es befürworten. 14 Prozent äußerten sich dazu nicht.

Mehr Zustimmung erhält hingegen ein anderer Vorschlag: Das Renteneintrittsalter soll sich an der Zahl der geleisteten Arbeitsjahre orientieren. Menschen, die erst später ins Berufsleben einsteigen, etwa nach einem Studium, würden demnach auch später in Rente gehen. Dieses Modell unterstützen 51 Prozent der Befragten. 35 Prozent sprechen sich dagegen aus, 14 Prozent machten keine Angabe.

Für die Umfrage befragte Insa im Auftrag der „Bild am Sonntag“ am 18. und 19. Juni 2026 insgesamt 1.004 Personen. +++ red.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Ohr5euro

Wspritze1

Banner 1 336 m