Neue Treppe erschließt den Hexenturm in Fulda

Treppe ht1

Der Hexenturm in Fulda ist im Zuge seiner Sanierung um ein wesentliches Element ergänzt worden: eine neue Außentreppe, die den Zugang zu dem historischen Bauwerk erstmals gezielt ermöglicht, berichtet fuldainfo.de. Damit rückt der Turm stärker in den Fokus der städtischen Erschließung und soll künftig eine größere Rolle im touristischen Angebot spielen. Maßgeblich vorangetrieben wurde das Projekt politisch von der CWE Fulda, die sich seit Jahren für die Sanierung und Öffnung des Bauwerks eingesetzt hatte.

Installiert wurde neben dem mittelalterlichen Turm eine Wendeltreppe aus Stahl. Sie umfasst 33 Stufen, ist rund siebeneinhalb Meter hoch und bringt etwa viereinhalb Tonnen auf die Waage. Die Konstruktion führt bis auf die Höhe des ehemaligen Wehrgangs der Stadtmauer und erschließt von dort den Zugang ins Innere des Turms.

Die Maßnahme ist Teil eines umfassenderen Sanierungsprojekts. Ziel ist es, das Bauwerk langfristig zugänglich zu machen, ohne in die historische Substanz stärker einzugreifen als notwendig. Der Zugang erfolgt daher über die außenliegende Konstruktion, während im Inneren weitere Stufen hinauf zu einer Plattform führen. Diese liegt in etwa 16 Metern Höhe und eröffnet Ausblicke über die Altstadt, den Dom und angrenzende Bereiche der Stadt.

Mit der neuen Treppe ist ein zentraler Abschnitt der Arbeiten abgeschlossen. Der Turm, der als der am besten erhaltene Wehrturm der mittelalterlichen Stadtbefestigung gilt, soll künftig stärker in Führungen eingebunden werden. Ein freier Zugang ist nicht vorgesehen; Besichtigungen bleiben an organisierte Angebote gebunden.

Historisch diente der Bau als Teil der Stadtbefestigung und wurde später auch als Gefängnis genutzt. Der Name „Hexenturm“ ist dagegen nicht durch eine entsprechende Nutzung belegt. Ein Zusammenhang mit der Hexenverfolgung in Fulda lässt sich nicht nachweisen. +++

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