Landkreis Fulda ehrt langjähriges kommunalpolitisches Engagement

Kommunalpolitik lebt nicht nur von Sitzungen, Beschlüssen und Abstimmungen. Sie lebt vor allem von Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, Zeit zu investieren und sich über Jahre hinweg für ihre Region einzusetzen. Beim kommunalpolitischen Abend des Landkreises Fulda stand deshalb der Dank an jene im Mittelpunkt, die sich als Mitglieder von Kreistag und Kreisausschuss über lange Zeit engagiert haben.

Maberzell, 26.08.2026. Im festlichen Rahmen des Saalbaus des Fuldaer Hofs wurden vergangene Woche ehemalige und aktive Mandatsträgerinnen und Mandatsträger ausgezeichnet sowie Ehrenbriefe des Landes Hessen überreicht. Musikalisch begleitet wurde der Abend von Schülerinnen und Schülern der Kreismusikschule.

Der kommunalpolitische Abend ist beim Landkreis Fulda inzwischen gute Tradition. Er bietet Gelegenheit, das Engagement jener zu würdigen, die über Jahre hinweg Verantwortung in den Kreisgremien übernommen haben. Neben ehemaligen Mandatsträgerinnen und Mandatsträgern wurden auch Personen ausgezeichnet, die seit 20 Jahren den Kreisgremien angehören. Weitere 15 Anwesende erhielten den Landesehrenbrief des Landes Hessen.

Diese Auszeichnung wird für besonderes ehrenamtliches Engagement im Bereich der demokratischen, sozialen oder kulturellen Gestaltung der Gesellschaft vergeben. Damit reicht die Bedeutung der Ehrungen über die kommunalpolitische Arbeit im engeren Sinne hinaus. Ehrenamtliches Engagement ist eine der Grundlagen des gesellschaftlichen Zusammenhalts – und gerade auf kommunaler Ebene wird sichtbar, wie sehr demokratische Selbstverwaltung auf Menschen angewiesen ist, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.

Auch aktive Mandatsträgerinnen und Mandatsträger waren bei dem Abend anwesend. Landrat Bernd Woide und Kreistagsvorsitzender Helmut Herchenhan nutzten die Gelegenheit, den Geehrten für ihren Einsatz zu danken und die Bedeutung des Ehrenamts hervorzuheben. „Die Garantie der kommunalen Selbstverwaltung braucht Frauen und Männer, die sich einbringen. Sie sind ein wertvoller Beitrag für unsere Demokratie“, sagte Landrat Woide.

In dieser Aussage liegt der Kern des Abends. Kommunale Selbstverwaltung ist keine abstrakte politische Konstruktion. Sie funktioniert dort, wo Menschen bereit sind, sich in Gremien einzubringen, unterschiedliche Interessen abzuwägen und Entscheidungen für ihre Städte und Gemeinden, für den Landkreis und damit für die Menschen vor Ort zu treffen. Dieses Engagement findet häufig abseits großer öffentlicher Aufmerksamkeit statt. Sitzungen, Beratungen und politische Diskussionen gehören zum Alltag der Mandatsträger, während die eigentliche Arbeit vielfach erst sichtbar wird, wenn Entscheidungen getroffen und umgesetzt sind. Umso wichtiger sind Anlässe, an denen dieses Engagement ausdrücklich gewürdigt wird. Die Ehrungen beim kommunalpolitischen Abend machten deutlich, wie viele Menschen über Jahre und Jahrzehnte hinweg Verantwortung in den Kreisgremien übernommen haben.

Als ausgeschiedene Mandatsträgerinnen und Mandatsträger in Kreistag und Kreisausschuss wurden Rita Baier, Rolf Banik, Tamara Becker, Manfred Belle, Josef Benkner, Moritz Bindewald, Thomas Budde, Gabriele Cavaterra, Peter Ceming, Jörg Clar, Lisa-Marie Clar, Gisela Feuerstein, Annette Fladung, Carsten Froß, Katja Grötzner, Marco Haber, Prof. Peter Haller, Mario Hartmann, Marco Herbert, Dr. Norbert Höhl, Markus Hofmann, Dieter Hümmer, Mechthild Klee, Peter Klug, Christa Krippner, Veit Küllmer, Stefan Lauer, Markus Meysner, Jens Mierdel, Pascal Möller, Winfried Möller, Gerhard Müller, Monika Oertel, Janina Reinhardt, Lars Rippstein, Johannes Rothmund, Anton Josef Rummel, Ramona Sachtleber, Dominik Schell, Jürgen Schlereth, Julius Vogel, Dr. Jörg Voßbrink, Michael Wahl, Manfred Wiegand, Jörg Witzel und Florian Zintl geehrt.

Eine besondere Würdigung erhielten jene, die seit zwei Jahrzehnten den Kreisgremien angehören. Für 20-jährige Gremienzugehörigkeit wurden Rolf Banik, Daniela Böschen, Michael Brand, Peter Ceming, Gisela Feuerstein, Mario Klotzsche und Torsten Schmitt ausgezeichnet. Darüber hinaus übergab Landrat Bernd Woide 15 Landesehrenbriefe des Landes Hessen. Ausgezeichnet wurden Rolf Banik, Josef Benkner, Michael Brand, Gisela Feuerstein, Annette Fladung, Andreas Jörges, Mario Klotzsche, Sebastian Klug, Christa Krippner, Stefan Lauer, Deborah Müller-Kottusch, Marion Neumeister, Torsten Schmitt, Volker Seuberling und Jörg Witzel. Die Vielzahl der Ehrungen zeigt dabei auch, dass kommunalpolitisches Engagement unterschiedliche Formen und persönliche Wege kennt. Manche der Geehrten haben ihre politische Arbeit inzwischen beendet, andere sind weiterhin aktiv. Was sie verbindet, ist die Bereitschaft, einen Teil ihrer Zeit der öffentlichen Sache zu widmen.

Gerade in einer Zeit, in der politische Entscheidungen häufig mit großer Geschwindigkeit diskutiert und bewertet werden, bleibt diese kontinuierliche Arbeit auf kommunaler Ebene von besonderer Bedeutung. Demokratie besteht nicht allein aus Wahlen. Sie braucht Menschen, die zwischen den Wahlterminen Verantwortung übernehmen, in Gremien beraten, Positionen vertreten und Entscheidungen mittragen. Der kommunalpolitische Abend des Landkreises Fulda war deshalb mehr als eine Abfolge von Ehrungen. Er war ein sichtbares Zeichen des Dankes an Menschen, deren Engagement über viele Jahre Teil der kommunalen Demokratie im Landkreis Fulda gewesen ist. Mit den Auszeichnungen wurde zugleich daran erinnert, dass die kommunale Selbstverwaltung von persönlichem Einsatz lebt.

Die musikalischen Beiträge der Schülerinnen und Schüler der Kreismusikschule gaben dem Abend dabei einen festlichen Rahmen. Im Mittelpunkt aber standen die Menschen, die geehrt wurden – und mit ihnen die Anerkennung für ein Ehrenamt, das für das Funktionieren der Demokratie unverzichtbar bleibt. +++

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