Gedenken am Point Alpha: Junge Union erinnert an den Volksaufstand vom 17. Juni und die Opfer der deutschen Teilung

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Die JU-Kreisverbände Fulda und Wartburgregion mit ihren Gästen bei der Kranzniederlegung Point Alpha. Foto: privat

Mit einem Kranz an der Gedenkstätte Point Alpha haben die Kreisverbände der Jungen Union Wartburgregion und Fulda an den Volksaufstand vom 17. Juni 1953 sowie an die Opfer der deutschen Teilung erinnert. Die gemeinsame Gedenkveranstaltung in Rasdorf und Geisa soll nach Angaben der Organisatoren jedes Jahr nicht nur an Diktatur, staatliche Willkür und Unrecht erinnern, sondern zugleich ein Zeichen für Freiheit und Demokratie setzen.

Traditionell ruft die Junge Union am 17. Juni die Ereignisse des Volksaufstandes in der DDR ins Bewusstsein. Im Mittelpunkt steht dabei auch das Birkenkreuz unterhalb des ehemaligen Beobachtungsturms der US-Armee bei Rasdorf. Es wurde 1976 auf Initiative der Jungen Union Rasdorf errichtet. Anlass war ein gescheiterter Fluchtversuch zweier junger Männer aus der DDR, die an dieser Stelle den Weg in die Freiheit suchten.

Für die Vorsitzenden der JU-Kreisverbände, Alexander Kluge aus Bad Salzschlirf und Markus Böttcher aus Bad Salzungen, stehen die Ereignisse des 17. Juni für den schwierigen Weg von Unterdrückung und Überwachung hin zu Demokratie. Am 17. Juni 1953 seien Menschen auf die Straße gegangen, um Freiheit, freie Wahlen, Meinungsfreiheit, Rechtsstaatlichkeit und die Einheit Deutschlands zu fordern – damals ohne Erfolg. Point Alpha sei ein Ort, an dem Geschichte unmittelbar erfahrbar werde. Genau dort habe einst eine der schärfsten Grenzen der Welt verlaufen, an der sich Freiheit und Unfreiheit sowie Demokratie und Diktatur direkt gegenüberstanden.

Begleitet wurde die Veranstaltung von Vertretern der CDU aus der Region. Zu den Gästen zählten der Thüringer Landtagsabgeordnete Martin Henkel aus Geisa, Rasdorfs Bürgermeister Jürgen Hahn, Eiterfelds Bürgermeisterin Dana Hauke, Point-Alpha-Vorstand Philipp Metzler sowie Berthold Jost als Zeitzeuge und Vertreter des Point-Alpha-Fördervereins. In ihren Grußworten hoben sie die Bedeutung einer lebendigen Erinnerungskultur hervor. Gerade für nachfolgende Generationen sei es wichtig, die Unterschiede zwischen Demokratie und Diktatur sichtbar zu machen und die Geschichte mit Blick auf die Zukunft wachzuhalten. Dabei wurde auch die Bedeutung des Volksaufstandes im regionalen Zusammenhang beleuchtet, wobei sowohl die Perspektive aus Ost- als auch aus Westdeutschland einbezogen wurde. +++ red.

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