Zwischen Klassenzimmer und Baustelle: FOS-Praktikum als Sprungbrett bei Jökel Bau

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Sie haben einen Karrierestart mit Perspektive hingelegt und freuen sich auf ihre berufliche Zukunft bei Jökel Bau (von links): Felix Dörr, Nelly Schwarzbach, Mika Krack, Malina Gold, Sebastian Zeller, Sina Klüh und Marta Ruppert. Foto: Bensing&Reith

Der Übergang von der Schule in den Beruf verläuft selten geradlinig. Umso größer ist der Wert von Stationen, die Orientierung bieten und zugleich praktische Erfahrung vermitteln. Beim Schlüchterner Bauunternehmen Jökel zeigt sich, wie ein solcher Einstieg gelingen kann: Fachoberschul-Praktikanten, kurz FOS-Praktikanten, sind hier nicht bloß Beobachter, sondern Teil des betrieblichen Alltags – mit Aufgaben, die Verantwortung verlangen, und Einblicken, die über das Übliche hinausgehen.

Sechs junge Menschen zwischen 16 und 20 Jahren absolvieren derzeit ihr Praktikum in unterschiedlichen Bereichen des Unternehmens. Sie wechseln zwischen Unterricht und Arbeitstagen im Betrieb und bewegen sich damit in einem Spannungsfeld, das Theorie und Praxis eng miteinander verzahnt. Die Bandbreite der Einsatzgebiete ist groß, die Perspektiven entsprechend vielfältig.

Dass ein solcher Weg tragfähig sein kann, zeigt der Werdegang von Sebastian Zeller. Der 25-Jährige arbeitet heute in der Buchhaltung des Unternehmens. Sein damaliges Praktikum habe ihm die entscheidende Orientierung gegeben: „Ich habe erkannt, dass der wirtschaftliche Bereich zu mir passt. Und mit Jökel Bau habe ich direkt den Arbeitgeber gefunden, der zu mir passt.“

Für die 17-jährige Marta Ruppert, die ihr Praktikum im Bereich Wirtschaft und Verwaltung absolviert, liegt der Reiz in der Tiefe der Einblicke. Es gehe nicht allein darum, verschiedene Abteilungen kennenzulernen, sondern auch darum, die damit verbundenen Aufgaben tatsächlich zu übernehmen. „Man bekommt keinen oberflächlichen Eindruck, sondern versteht, wie die Abläufe funktionieren“, sagt sie.

Mitunter wird das Praktikum zum Ausgangspunkt weiterführender Schritte. So hat sich Mika Krack nach seiner Zeit im Unternehmen für ein duales Studium im Bauingenieurwesen entschieden. Die Verbindung aus praktischer Erfahrung und akademischer Ausbildung erscheint ihm folgerichtig. „Die Möglichkeiten sind hier nicht begrenzt“, sagt der 20-Jährige.

Ähnliche Pläne verfolgt Sina Klüh. Sie ist im Bereich Schlüsselfertiges Bauen eingesetzt und strebt ebenfalls ein duales Studium an. Entscheidender als die Perspektive sei für sie jedoch der Alltag im Betrieb: „Man merkt nicht, dass man Praktikantin ist. Ich bin in die Prozesse eingebunden und arbeite jeden Tag gern.“

Felix Dörr hat sein Praktikum bereits abgeschlossen und wird nach seinem Schulabschluss im August eine Ausbildung zum Bauzeichner beginnen. Die Entscheidung für diesen Weg sei im Unternehmen gereift. „Unabhängig davon, wie ich mich entwickle – ich möchte hier bleiben“, sagt er.

Auch der soziale Aspekt kommt zur Sprache. Nelly Schwarzbach, ebenfalls im Bereich Wirtschaft und Verwaltung tätig, verweist auf den Austausch unter den Praktikanten. Gemeinsame Pausen und ein enges Miteinander prägten den Alltag. „Ich fühle mich hier gut aufgehoben“, sagt sie und empfiehlt, den Schritt zu einer Bewerbung zu wagen.

Mit dem Beginn des neuen Ausbildungsjahres am 1. August öffnet sich für Interessierte erneut ein Zeitfenster. Bewerbungen werden fortlaufend entgegengenommen. Wer sich zunächst ein Bild machen möchte, erhält dazu im Rahmen der „Nacht der Ausbildung“ Gelegenheit. Die Veranstaltung findet am Freitag, 18. September, von 17 bis 21 Uhr statt. Malina Gold, selbst FOS-Praktikantin, formuliert es pragmatisch: Ein unverbindlicher Einblick könne helfen, die richtige Entscheidung zu treffen. +++

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