Der Tag beginnt trügerisch freundlich. Über Hessen spannt sich am Morgen ein heiterer Himmel, die Luft wirkt mild, beinahe stabil – als wolle sich der Frühling für einen Moment festsetzen. Doch dieser Eindruck hält nicht lange. Schon am Nachmittag kündigt sich von Westen her ein Wechsel an, zunächst in Form dichter werdender Wolken, schließlich durch einsetzenden Regen, der die zuvor gewonnene Leichtigkeit rasch relativiert.
Solche Übergänge sind für die Jahreszeit nicht ungewöhnlich, sie zeigen vielmehr die typische Unruhe eines Aprilwetters, das sich selten auf eine klare Linie festlegen lässt. Die Temperaturen bewegen sich zunächst noch im moderaten Bereich zwischen 17 und 22 Grad, in höheren Lagen etwas darunter, doch die eigentliche Dynamik entfaltet sich weniger in den Zahlen als in der Bewegung der Luftmassen. Der Wind, zunächst nur mäßig aus südöstlicher Richtung spürbar, gewinnt am Abend deutlich an Kraft und dreht auf West bis Nordwest – ein Zeichen für das Heranziehen einer kühleren, instabileren Wetterlage.
Mit der Nacht verschärft sich diese Entwicklung. Böen erreichen gebietsweise Geschwindigkeiten, die nicht mehr nur als lebhaft, sondern als störend wahrgenommen werden, im Bergland sogar als stürmisch. Vereinzelte Gewitter sind dabei weniger Ausdruck sommerlicher Hitze als vielmehr Begleiterscheinung eines atmosphärischen Umbruchs. Der Regen, der sich in den Abendstunden ankündigt, setzt sich fort, teils verstärkt durch Schauer, die den Eindruck eines unruhigen, wenig berechenbaren Wetters verstärken.
Der folgende Sonntag bringt keine rasche Beruhigung. Die Temperaturen sinken spürbar, die zuvor milde Luft wird durch kühlere ersetzt. Mit Höchstwerten zwischen 12 und 16 Grad bleibt es gedämpft, im Bergland noch kühler. Die Bewölkung dominiert, Regen fällt vor allem im Südosten weiterhin. Der Wind lässt zwar nach, doch die Atmosphäre wirkt insgesamt verhaltener, fast zurückgenommen.
Was bleibt, ist das Bild eines Tages, der weniger durch Extreme auffällt als durch seinen Wandel. Ein stiller Hinweis darauf, dass Stabilität in dieser Phase des Jahres oft nur eine Momentaufnahme ist. +++ red.













