Umbau Grundschule Poppenhausen: Landkreis investiert 5,2 Millionen Euro

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Eine vorgehängte hinterlüftete Holzfassade prägt das äußere Erscheinungsbild des neuen Erweiterungsbaus. Foto: Sebastian Mannert

Die Grundschule Poppenhausen wird derzeit umfassend saniert und umgebaut. Rund 5,2 Millionen Euro investiert der Landkreis Fulda in die Modernisierung des Schulstandorts. Mit dem Umbau sollen moderne, barrierefreie und ganztagstaugliche Lern- und Betreuungsbedingungen geschaffen werden.

An der Stelle der früheren überdachten Pausenhalle ist ein dreigeschossiger Anbau mit Holzfassade entstanden. Es handelt sich um den ersten mehrgeschossigen Anbau in Holzständerbauweise an einer Schule des Landkreises. Nach Angaben des Landkreises wurde Holz bewusst gewählt, da das Material zur Region Rhön passe, nachhaltig sei und sich der Neubau dadurch schneller realisieren ließ als in Massivbauweise. Im Inneren sind die Holzelemente aus Brandschutzgründen verkleidet. Das Gebäude verfügt unter anderem über eine mit Fernwärme betriebene Fußbodenheizung.

Herzstück des Neubaus ist der neue Ganztagsbereich im Untergeschoss auf Höhe des Schulhofs. Dort befinden sich eine helle Mensa mit 50 Sitzplätzen, eine Speisenausgabe mit Spülküche sowie Räume für die Nachmittagsbetreuung. Die Mensa verbindet als eingeschossiger Gebäudeteil den Neubau mit Teilen des Bestandsgebäudes und geht in einen überdachten Pausenhof über, der das Hauptgebäude mit der Turnhalle verknüpft. Im darüberliegenden Geschoss hat die Schulverwaltung ihre neuen Räume bezogen. Im Obergeschoss sind zwei der insgesamt acht Klassenräume untergebracht. Ein neuer Aufzug sorgt für einen barrierefreien Zugang.

Auch das bestehende Schulgebäude wird umfassend modernisiert. Sämtliche Räume werden oder wurden saniert und teilweise neu genutzt. Im Erd- und Obergeschoss befinden sich nun jeweils drei Klassenräume. Im Untergeschoss sind die Fernwärmestation, ein Lager sowie künftig Fachräume für Kunst, Musik und Werken untergebracht. Der Schulhof ist über eine seitliche Rampe erreichbar. Mit Natursteinelementen und altem Baumbestand im unteren Bereich sowie einer Nestschaukel, einer Kletterwand und einer Sechseckturnanlage im oberen Bereich bietet das Außengelände verschiedene Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten. Derzeit laufen noch Arbeiten im Untergeschoss, wo Fach- und Technikräume sowie die Toiletten für die Schülerinnen und Schüler saniert werden. Für die Toilettensanierung wird vorübergehend eine Containerlösung genutzt.

Während der Bauarbeiten fand der Unterricht durchgehend statt. Nach Angaben der Schulleitung wurde auf Klassencontainer verzichtet und stattdessen die vorhandenen Räume genutzt. Schulumbauten während des laufenden Betriebs stellten alle Beteiligten vor besondere Herausforderungen.

Nach Abschluss der Arbeiten stehen dem Kollegium sowie den 160 Schülerinnen und Schülern, die in zwei Zügen die Klassen eins bis vier besuchen, deutlich verbesserte Lern- und Betreuungsbedingungen zur Verfügung. Das zuvor beengte und aus den 1970er Jahren stammende Schulgebäude präsentiert sich künftig modern und zeitgemäß. Trotz noch laufender Restarbeiten soll der Ganztagsbetrieb nach den Sommerferien wie geplant starten. Die letzten Baustellenfahrzeuge sollen im Spätherbst das Gelände verlassen. +++

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