Oberbürgermeister Wingenfeld ist neuer Präsident des Hessischen Städtetages

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Oberbürgermeister Wingenfeld.

Der Fuldaer Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld ist zum neuen Präsidenten des Hessischen Städtetages gewählt worden. Er folgt damit auf den Wiesbadener Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende, der das Amt seit März 2024 ausgeübt hatte. „Ich fühle mich geehrt, dass mir der Kommunale Spitzenverband erneut sein Vertrauen ausgesprochen hat“, erklärte Wingenfeld nach seiner Wahl.

Für den Fuldaer Oberbürgermeister ist das Amt mit einer Rückkehr an die Spitze des kommunalen Spitzenverbandes verbunden. Bereits seit September 2015 gehört Wingenfeld dem Präsidium des Hessischen Städtetages an. Von 2021 bis 2023 war er schon einmal dessen Präsident. Durch diese Funktionen habe er die Interessen Fuldas noch besser auf übergeordneter politischer Ebene einbringen können, erklärte Wingenfeld.

Der Hessische Städtetag sei aus seiner Sicht ein wichtiges Instrument, um die Anliegen der hessischen Kommunen gemeinsam gegenüber dem Land zu vertreten. „Ich freue mich darauf, die Interessen der Mitgliedstädte wahrzunehmen“, sagte der neue Präsident. Dabei nannte er insbesondere die Finanzierung kommunaler Ausgaben, eine ernst zu nehmende Aufgabenkritik und den Abbau von Bürokratie als zentrale Themen. Ebenso gehe es um ein planvolles Vorgehen und die rechtzeitige Beteiligung der Städte, wenn Sicherheitsfragen oder Aufgaben der Daseinsvorsorge wie Krankenhäuser und soziale Leistungen betroffen seien.

Zum Ersten Vizepräsidenten wurde im Rahmen der konstituierenden Sitzung des Präsidiums Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende gewählt. Damit bleibt der bisherige Präsident weiterhin in einer führenden Funktion des kommunalen Spitzenverbandes.

Dem Hessischen Städtetag gehören sowohl kreisfreie als auch kreisangehörige Städte und Gemeinden des Landes an. Sämtliche sechs kreisfreien Städte und alle sechs Sonderstatusstädte sind Mitglied des Verbandes. Für Wingenfeld liegt gerade in dieser breiten kommunalen Zusammensetzung eine besondere Bedeutung. „Die Städte und Gemeinden können im Hessischen Städtetag gemeinsame Themen setzen und auf diese Weise verschiedene Anliegen bündeln. Deshalb sind fast alle dabei“, erklärte er. Zugleich könnten wichtige Trends und gesetzgeberische Entscheidungen auf Landesebene beeinflusst werden.

Eine besondere Bedeutung misst Wingenfeld dem Verband bei der kommunalen Finanzpolitik bei. Gerade bei diesem für die Städte und Gemeinden elementaren Thema spiele der Hessische Städtetag eine gewichtige Rolle. Durch gemeinsame Beratungen könne die Interessenlage der Kommunen bereits im Vorfeld der Gesetzgebung und bei der Einführung neuer Regelungen wirksam eingebracht werden, sagte der neue Präsident.

Die Bandbreite der Mitgliedskommunen reiche dabei von großen Städten wie Frankfurt am Main über Fulda bis zu einem der kleinsten Mitglieder, Gersfeld in der Rhön. Die gemeinsame Abstimmung dieser unterschiedlichen Kommunen verleihe den Beschlüssen nach Einschätzung Wingenfelds zusätzliches Gewicht. Es handele sich um parteiübergreifende Positionen, denen das Land „noch viel stärker Gehör schenken sollte“, betonte der Fuldaer Oberbürgermeister.

Der konstituierenden Präsidiums- und Hauptausschusssitzung des Hessischen Städtetages war die 25. Mitgliederversammlung des kommunalen Spitzenverbandes vorausgegangen. Zahlreiche Delegierte und Gäste kamen dazu im Stadtschloss Fulda zusammen. Das Land Hessen wurde bei der Mitgliederversammlung durch Staatsminister Prof. Dr. Roman Poseck vertreten.

Die nächste Sitzung von Präsidium und Hauptausschuss des Hessischen Städtetages ist für den 19. November 2026 in Gießen vorgesehen. +++

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