Mit der Eröffnung der International Summer University (ISU) 2026 hat die Hochschule Fulda 40 internationale Studierende aus 13 Ländern sowie Gastlehrende und Vertreter von Partnerhochschulen willkommen geheißen. Das vierwöchige Programm verbindet akademische Lehre mit interkulturellem Austausch und bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, Deutschland aus fachlicher, kultureller und gesellschaftlicher Perspektive kennenzulernen.
Bereits bei der Eröffnungsfeier auf dem Campus wurde die internationale Ausrichtung des Programms deutlich. Neben den Studierenden nahmen auch Delegationen und Wissenschaftler aus Südafrika, Ghana, Kolumbien, Sri Lanka, Bangladesch und Tansania teil. Hochschulpräsident Professor Dr. Karim Khakzar hob die Bedeutung des Programms für den internationalen Austausch hervor. „Gerade während der ISU entstehen weltweit Freundschaften – über Grenzen, Sprachen und Kulturen hinweg. Das ist auch ein kleiner Beitrag zu mehr Völkerverständigung und einem friedlichen Miteinander“, sagte er.
Wie nachhaltig diese internationalen Verbindungen wirken können, zeigt das Beispiel von Percy Koji. Der langjährige Kollege und ehemalige Teilnehmer der Summer University hat auf eigene Initiative eine neue Partnerschaft zwischen seinem Unternehmen, der Hochschule Fulda und der University of Mpumalanga in Südafrika angestoßen. Zudem begleitete er vier Studierende und finanzierte deren Teilnahme an der diesjährigen ISU. Ebenfalls nach Fulda gereist ist eine Delegation von Mitarbeitenden und Führungskräften der südafrikanischen Hochschule, darunter deren Rektorin Professorin Thenjiwe Meyiwa. Julia-Sophie Rothmann, Leiterin des International Office der Hochschule Fulda, würdigte Kojis Engagement und betonte die Bedeutung der wachsenden Zusammenarbeit mit der University of Mpumalanga. Als Ergebnis der gemeinsamen Bemühungen soll ein Alumni-Fonds aufgebaut werden. Außerdem unterzeichneten die Hochschule Fulda, die University of Mpumalanga sowie das Unternehmen TWC (Travel with Confidence Ltd.) eine Erklärung zur Intensivierung der Zusammenarbeit mit dem Ziel, den Austausch von Studierenden und Lehrenden weiter auszubauen.
Ein weiteres Beispiel für die nachhaltige Wirkung des Programms ist Elvis Ng’Andwe. Der ehemalige ISU-Teilnehmer promoviert heute an der Hochschule Fulda und unterstützt die Summer University seit vielen Jahren. Nach Angaben von Julia-Sophie Rothmann hat er durch seine Initiative zudem eine neue Partnerschaft mit der University of Iringa in Tansania angestoßen. Dadurch sollen künftig weitere Studierende an der Summer University teilnehmen und von Stipendien profitieren können. Zur ISU 2026 begleitet ihn Matthias Sahinkuye von der University of Iringa.
Zusätzliche internationale Impulse erhält das Programm durch die Beteiligung von Mitgliedern eines von der Volkswagen-Stiftung geförderten Forschungsnetzwerks. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nehmen an der in die erste Woche eingebetteten Konferenz „Global Health Diaspora“ teil. Das Forschungskonsortium unter der Leitung von Professor Dr. Uwe Hunger von der Hochschule Fulda vereint Forschende aus Deutschland, Ghana, Sri Lanka und Kolumbien und ermöglicht den Teilnehmenden Einblicke in eine internationale Konferenz.
Im Mittelpunkt des akademischen Programms stehen Lehrveranstaltungen zu den Themen Wirtschaft, Migration und Gesundheit, Nachhaltigkeit sowie Gesellschaft und Kultur. Ergänzt wird das Angebot durch Deutschkurse auf unterschiedlichen Niveaustufen. Darüber hinaus gehören Exkursionen nach Berlin und zur Gedenkstätte Point Alpha ebenso zum Programm wie ein Buddy-System, das den internationalen Gästen den Einstieg in das Leben in Deutschland erleichtern soll.
Traditionell wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Summer University auch im Fuldaer Stadtschloss empfangen. In diesem Jahr begrüßte Stadtbaurat Daniel Schreiner die Gäste. Im Rahmen seiner Sommertour besuchte zudem Hessens Wissenschaftsminister Timon Gremmels die Hochschule Fulda und hieß die internationalen Studierenden persönlich willkommen. Das Land Hessen unterstützt die International Summer University jährlich finanziell. Gremmels hob insbesondere die Teilnahme von Studierenden aus Wisconsin und Queensland hervor, den Partnerregionen Hessens. „Die hessische International Summer University ist ein starkes Beispiel dafür, wie internationale Begegnung ganz konkret gelingt – im Hörsaal, im Alltag und im Miteinander. Dass hier auch Studierende aus unseren Partnerregionen Wisconsin und Queensland dabei sind, unterstreicht den Wert dieser Zusammenarbeit“, sagte der Minister.
Organisiert wird die International Summer University vom International Office der Hochschule Fulda unter der wissenschaftlichen Leitung von Professor Dr. Uwe Hunger. Gemeinsam mit Tutorinnen und Tutoren sowie Mitarbeitenden begleitet das Team die internationalen Gäste während ihres gesamten Aufenthalts. Als fester Bestandteil der Internationalisierungsstrategie der Hochschule Fulda soll die Summer University nicht nur Einblicke in das akademische Leben in Deutschland ermöglichen, sondern vor allem den interkulturellen Austausch fördern und internationale Netzwerke schaffen, die über das Programm hinaus Bestand haben. +++ red.














