Der AfD Hessen-Landesvorstand hat jungen Parteimitgliedern von einer Teilnahme an Veranstaltungen der Gruppe „Aktion 451“ abgeraten. Das berichtet die Die Welt unter Berufung auf eine interne E-Mail an die Jugendorganisation Generation Deutschland (GD).
Demnach verschickte der Landesvorstand um die Vorsitzenden Robert Lambrou und Andreas Lichert am Freitag eine Mitteilung an die hessischen GD-Mitglieder. Darin heißt es: „Der Landesvorstand empfiehlt, nicht an Treffen der sogenannten ‚Aktion 451‘ teilzunehmen.“
Zugleich äußerte der Vorstand Verständnis dafür, dass Angebote wie gemeinsame Literaturbesprechungen, insbesondere zu konservativer Literatur, für junge Menschen an Hochschulen attraktiv erscheinen könnten. Verwiesen wurde dabei auf ein aus Sicht der Partei „stark links geprägtes Klima“ an vielen Universitäten sowie auf den Einfluss linksradikaler Strukturen im Hochschulumfeld.
Allerdings gebe es „deutliche Hinweise“, dass es sich bei der „Aktion 451“ um eine Tarnorganisation der Identitäre Bewegung handle. Diese stehe auf der Unvereinbarkeitsliste der AfD. Vor diesem Hintergrund halte der Landesvorstand eine Teilnahme an entsprechenden Treffen „nicht für angezeigt“.
Auch der österreichische Verfassungsschutz bewertet die Gruppierung in seinem aktuellen Jahresbericht als Tarnorganisation der rechtsextremen Identitären Bewegung. Dort heißt es, die Gruppe organisiere Lesekreise und Veranstaltungen, um ihre Ideologie zu verbreiten und neue Mitglieder zu gewinnen.
In der internen Mitteilung regte der hessische AfD-Landesvorstand stattdessen an, Literaturveranstaltungen innerhalb der AfD oder der Jugendorganisation selbst zu organisieren. Zugleich warnte das Gremium vor einer Zusammenarbeit mit Gruppen, deren Strukturen, Mitglieder und Ziele nicht ausreichend bekannt seien. ++ red.













