Das Großevent „BergparkLeuchten“ im Kasseler Bergpark Wilhelmshöhe wird 2026 nicht stattfinden. Auf den offiziellen Veranstaltungsseiten der Stadt Kassel und von Kassel Marketing wird inzwischen lediglich knapp darauf hingewiesen, dass das BergparkLeuchten im kommenden Jahr ausfällt. Eine ausführliche Pressemitteilung der Stadt mit einer Begründung liegt bislang nicht vor.
Nach Informationen aus regionalen Medienberichten wird die Absage vor allem mit fehlenden finanziellen Mitteln und den aktuellen Sparzwängen im städtischen Haushalt begründet. Die traditionellen „Beleuchteten Wasserspiele“ im UNESCO-Welterbe Bergpark Wilhelmshöhe sollen dagegen weiterhin stattfinden. Sie werden auf den offiziellen Seiten der Stadt weiterhin für mehrere Termine im Juni und September 2026 angekündigt.
Das BergparkLeuchten hatte in früheren Jahren zehntausende Besucher nach Kassel gezogen. Dabei wurde der Bergpark mit aufwendigen Lichtinstallationen, Projektionen und künstlerischen Inszenierungen illuminiert. Die Veranstaltung galt als touristischer Publikumsmagnet und ergänzte die klassischen Wasserspiele um ein groß angelegtes Lichtkunstformat.
Kritik an dem Event hatte es allerdings bereits seit Jahren gegeben. Naturschutzverbände und Kritiker verwiesen unter anderem auf Lichtverschmutzung, mögliche Auswirkungen auf Tiere im Bergpark sowie den hohen Energieverbrauch der Veranstaltung. Auch der besondere Schutzstatus des Bergparks als UNESCO-Welterbe spielte in der Diskussion immer wieder eine Rolle.
Bereits 2022 war das BergparkLeuchten abgesagt worden. Damals hatte die Stadt Kassel dies offiziell mit Energiesparmaßnahmen begründet. In einer damaligen Mitteilung hieß es, Ziel sei eine deutliche Reduzierung des Strom- und Wärmeverbrauchs. Der Kasseler Baudezernent Christof Nolda erklärte seinerzeit, eine Veranstaltung, die „in besonderer Weise den Energieverbrauch inszeniert“, passe nicht in die damalige Situation.
Dass die Stadt nun zwar an den traditionellen beleuchteten Wasserspielen festhält, das zusätzliche Großevent aber streicht, wird als Hinweis darauf gewertet, dass zwischen touristischem Grundangebot und kostenintensiver Sonderveranstaltung unterschieden wird.
Eine gesonderte Magistratsvorlage oder detaillierte Angaben zu den eingesparten Kosten wurden bislang nicht veröffentlicht. Ebenso fehlt bisher eine ausführliche Stellungnahme der Stadtspitze zur Zukunft des Formats. Naturschützer begrüßten die Entscheidung zur Absage unterdessen als Schritt zu mehr Rücksicht auf Umwelt und Energieverbrauch im sensiblen Bergpark-Areal. +++ red.













