Fulda kauft Goodyear-Areal endgültig – Stadt setzt auf neue Unternehmen und hochwertige Arbeitsplätze

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Mit dem Erwerb des ehemaligen Goodyear-Geländes stellt die Stadt Fulda die Weichen für eines ihrer bedeutendsten Entwicklungsprojekte der kommenden Jahre. Der Kauf ist nun endgültig abgeschlossen. Nachdem die Stadt bereits im März ihr Vorkaufsrecht ausgeübt hatte, unterzeichnete der Magistrat gemeinsam mit Goodyear inzwischen die notariellen Verträge. Welche Konditionen vereinbart wurden, bleibt allerdings unter Verschluss.

Zum Kauf gehört neben dem früheren Werksgelände auch eine angrenzende Parkplatzfläche. Damit übernimmt die Stadt die Kontrolle über beide Grundstücke und kann die weitere Entwicklung des Areals eigenständig vorantreiben. Zugleich setzt sie einen Kurs fort, der bereits im Frühjahr vorbereitet worden war. Die Stadtverordnetenversammlung hatte den Magistrat im Februar mit breiter Mehrheit ermächtigt, das in der Vorkaufssatzung verankerte Recht für das rund 17 Hektar große Gelände auszuüben. Im Haushalt wurden dafür bis zu 18 Millionen Euro einschließlich der anfallenden Nebenkosten bereitgestellt.

Ursprünglich hatte Goodyear das ehemalige Werksgelände an die W&S AG aus Bad Soden am Taunus verkauft. Der Immobilienentwickler hatte seine Pläne bereits im Frühjahr den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses vorgestellt. Die Präsentation fand jedoch in nichtöffentlicher Sitzung statt. Über die Inhalte wurde Stillschweigen vereinbart. Am Ende entschied sich die Stadt, ihr gesetzlich verankertes Vorkaufsrecht wahrzunehmen und das Gelände selbst zu erwerben.

Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld begrüßte den Abschluss der Vereinbarung und dankte den städtischen Gremien für ihre Unterstützung. Nach seinen Worten eröffne der Erwerb neue Möglichkeiten für die Entwicklung von Gewerbeflächen. Ziel sei es, auf dem Areal neue und nachhaltige Arbeitsplätze für die Menschen in Fulda und der Region zu schaffen. Über die Einzelheiten der notariellen Vereinbarungen vereinbarten die Vertragsparteien jedoch Vertraulichkeit.

Mit dem Eigentumsübergang verfügt die Stadt nun über eines der wichtigsten Entwicklungsareale Fuldas. Die unmittelbare Nähe zum Bahnhof macht das ehemalige Goodyear-Gelände aus Sicht der Stadt zu einem Schlüsselprojekt für die künftige Gewerbe- und Industrieentwicklung. Langfristig sollen sich dort neue Unternehmen ansiedeln und möglichst viele hochwertige Arbeitsplätze entstehen.

Wie diese Entwicklung konkret aussehen wird, welche Unternehmen sich tatsächlich für den Standort interessieren und in welcher Form sich Partner aus der Wirtschaft beteiligen werden, ist derzeit noch offen. Fest steht bislang allein, dass die Stadt die Voraussetzungen geschaffen hat, die Zukunft des Areals selbst zu gestalten. Ob sich die mit dem Erwerb verbundenen Erwartungen erfüllen, wird sich erst in den kommenden Planungs- und Ansiedlungsprozessen entscheiden. +++ red.

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