Bistum Fulda distanziert sich von Äußerungen eines Pfarrers im Ruhestand zum Christopher Street Day

Mit einer deutlichen öffentlichen Erklärung hat sich das Bistum Fulda von den Äußerungen des Fuldaer Pfarrers im Ruhestand Winfried Abel distanziert. Anlass ist ein Leserbrief, der am 31. Juli 2026 in der FZ veröffentlicht wurde und in dem sich der Geistliche im Zusammenhang mit dem Christopher Street Day äußerte. Das Bistum stellt unmissverständlich klar, dass die Aussagen weder die Position der Diözese noch die Haltung ihrer Verantwortlichen widerspiegeln.

Besonders entschieden weist das Bistum jede Deutung eines terroristischen Anschlags als Ausdruck göttlichen Handelns zurück. Mit Blick auf die Gewalttat vom vergangenen Samstag spricht die Diözese den Opfern, ihren Angehörigen sowie allen Menschen, die von dem Anschlag erschüttert wurden, ihre Anteilnahme aus. Zugleich betont sie, dass es nicht hingenommen werden dürfe, wenn Menschen in Deutschland aufgrund ihrer sexuellen Identität existenzielle Bedrohung erfahren.

In ihrer Stellungnahme verweist die Diözese auf das christliche Menschenbild. Als Kirche glaube man daran, dass jeder Mensch Ebenbild Gottes sei und über eine unveräußerliche Würde verfüge. Daraus erwachse die Verpflichtung, allen Menschen mit Achtung, Respekt und Nächstenliebe zu begegnen – unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität. Wo Menschen ausgegrenzt, diskriminiert oder bedroht würden, dürfe dies nicht gleichgültig bleiben. Vielmehr seien alle gesellschaftlichen Kräfte gefordert, ihren Beitrag dazu zu leisten, dass jeder Mensch in Würde und Freiheit leben könne.

Das Bistum erinnert zudem daran, dass der Christopher Street Day für das Anliegen stehe, auf die Würde aller Menschen aufmerksam zu machen sowie ein Zeichen gegen Ausgrenzung und Gewalt zu setzen. Dieses friedliche Engagement für eine offene, respektvolle und freiheitliche Gesellschaft werde unterstützt. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Christopher Street Day wünscht das Bistum Fulda einen friedlichen Verlauf der Veranstaltung sowie einen respektvollen Dialog. +++

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