Mehr als 7,5 Kilometer neue Wege in Großenlüder eröffnet

Holger Hornung, Wolfgang Keller, Norbert Printz, Stefan Otterbein, Landtagsabgeordneter Thomas Hering, Bürgermeister Florian Fritzsch, Edgar Möller, Lena Vogel, Jennifer Heil-Herda und Jürgen Hübl. Foto: privat

Großenlüder hat seine in den vergangenen Jahren ausgebaute Radverkehrsinfrastruktur offiziell eröffnet. Im Mittelpunkt der feierlichen Veranstaltung am Donnerstag, 24. September 2026, stand die rund 2,2 Kilometer lange Verbindung von Großenlüder über Eichenau bis zur Gemeindegrenze von Bad Salzschlirf. Insgesamt wurden in den vergangenen drei Jahren mehr als 7,5 Kilometer Wege im Gemeindegebiet und gemeinsam mit der Gemeinde Hosenfeld grundlegend ausgebaut. Die Gesamtstrecke umfasst rund 7.630 Meter. Dafür investierte die Gemeinde etwa 3,3 Millionen Euro. Die einzelnen Projekte wurden mit Förderquoten zwischen 85 und 90 Prozent durch den Bund, das Land Hessen und den Landkreis Fulda unterstützt.

Bürgermeister Florian Fritzsch betonte während des Festaktes, dass mit den Maßnahmen nicht lediglich asphaltierte Wege entstanden seien. Vielmehr habe die Gemeinde leistungsfähige und multifunktionale Verbindungen geschaffen. Die neuen Wege könnten von Radfahrerinnen und Radfahrern ebenso genutzt werden wie von der Land- und Forstwirtschaft, Spaziergängern und Wanderern. Gleichzeitig stärkten die ausgebauten Strecken die Naherholung und den Tourismus in der Gemeinde.

Zu den umgesetzten Maßnahmen zählt neben der Verbindung von Großenlüder über Eichenau nach Bad Salzschlirf auch der Ausbau der Wege zwischen Kleinlüder und Uffhausen. Hinzu kommt die Verbindung vom Bahnhof Bimbach zur Fuldaer Straße beziehungsweise Lütterzer Straße, der Kreisstraße 110. Ebenfalls ausgebaut wurde der Weg vom Bereich „Igelshof“ in Richtung Industriegebiet Fulda-West. Gemeinsam mit der Gemeinde Hosenfeld wurde zudem die Verbindung zwischen Kleinlüder und Hainzell realisiert.

Fritzsch nutzte die Veranstaltung auch, um den beteiligten Institutionen und Personen zu danken. Sein Dank galt dem Bund, dem Land Hessen und dem Landkreis Fulda für die bereitgestellten Fördermittel sowie den beteiligten Behörden, Planungsbüros und Baufirmen. Ebenso würdigte der Bürgermeister die Arbeit der gemeindlichen Gremien, der Grundstückseigentümer und Anlieger. Einen besonderen Dank richtete er an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung, die die Projekte von der Planung und Antragstellung über die Bauausführung bis hin zur Abrechnung begleitet hatten.

Zur feierlichen Eröffnung war auch der CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Hering gekommen. In seinem Grußwort würdigte er den Mut der Verantwortlichen, ein Projekt dieser Größenordnung umzusetzen. Die Investitionen seien zugleich ein wichtiges Signal für die Weiterentwicklung der kommunalen Infrastruktur und für nachhaltige Mobilität.

Auch Norbert Printz hob die Zusammenarbeit der verschiedenen Beteiligten hervor. Er verwies darauf, dass die Nutzung der Wege nach ihrer Fertigstellung deutlich zugenommen habe. Auf den Strecken seien inzwischen unter anderem Schülerinnen und Schüler, Eltern mit ihren Kindern, Berufstätige, Einkaufende und Freizeitradler unterwegs. Sichere und attraktive Verbindungen könnten dazu beitragen, dass das Fahrrad auch im Alltag häufiger genutzt werde.

Ein zentrales Thema bei der Eröffnung war die gemeinsame Nutzung der neuen Wege. Die ausgebauten Strecken sind als gemeinsame Geh- und Radwege ausgeschildert, stehen jedoch ebenso dem land- und forstwirtschaftlichen Verkehr zur Verfügung. Bürgermeister Fritzsch appellierte deshalb an alle Nutzergruppen, gegenseitig Rücksicht zu nehmen. „Keiner dieser Wege gehört einer einzigen Nutzergruppe. Die Wege gehören allen, die sie benutzen dürfen“, sagte Fritzsch.

Mit der Eröffnung der bereits realisierten Strecken soll der Ausbau des Radwegenetzes in Großenlüder nicht abgeschlossen sein. Weitere Maßnahmen sind bereits vorgesehen. Förderanträge liegen unter anderem für die nördliche Anbindung von Uffhausen an die Landesstraße sowie für die nordöstliche Umfahrung des Friedhofs Großenlüder vor. Bei der Umfahrung handelt es sich um einen weiteren Lückenschluss in Richtung Müs.

Darüber hinaus soll im Zusammenhang mit dem Neubau eines Teilstücks der Landesstraße 3141 zwischen der Einmündung mit der Industriestraße und dem Bahnübergang ein selbstständiger Radweg entstehen. Dieser soll den Radfernweg R2 aus der Ortslage Großenlüders an die neue Verbindung über Eichenau in Richtung Bad Salzschlirf anbinden. Nach derzeitiger Planung könnte spätestens im Jahr 2029 eine durchgängige Radverkehrsverbindung aus Richtung Fulda über Bimbach und Großenlüder bis nach Eichenau und Bad Salzschlirf zur Verfügung stehen.

Auch im Ortsteil Müs sind weitere Maßnahmen vorgesehen. Darüber hinaus prüft die Gemeinde die Möglichkeit einer Radfahrbrücke über die Lüder. Diese könnte den Ortsteil Uffhausen an das gemeindeübergreifende Radwegenetz anbinden. Die technischen und finanziellen Rahmenbedingungen für eine solche Lösung werden derzeit untersucht.

Für Bürgermeister Fritzsch ist die Eröffnung deshalb kein Abschluss des Ausbaus. „Die heutige Eröffnung ist kein Schlusspunkt, sondern ein Zwischenziel“, betonte er. Die Gemeinde wolle bestehende Lücken weiter schließen und die Möglichkeiten der bestehenden Förderkulisse nutzen. Die neuen Wege würden nicht nur Ortsteile und Gemeinden miteinander verbinden, sondern zugleich Alltag und Freizeit, Mobilität und Naherholung sowie Landwirtschaft und Tourismus miteinander verknüpfen. +++

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