Zwölf Unternehmen erreichen das Finale des Hessischen Gründerpreises

Zwölf von insgesamt 48 Halbfinalisten haben beim 24. Hessischen Gründerpreis den Sprung ins Finale geschafft. Die Entscheidung fiel beim Halbfinale im Sheraton-Hotel Offenbach. Für den Wettbewerb waren im Frühjahr insgesamt 205 Bewerbungen eingegangen. Nachdem im Juni zunächst anhand der eingereichten Unterlagen eine Vorauswahl getroffen worden war, mussten sich die 48 Halbfinalisten im September mit ihren Geschäftsideen bei Pitches vor einer Jury präsentieren und sich deren kritischen Fragen stellen.

„Die 205 Bewerbungen stellen einen neuen Rekord dar – ein wunderbares Zeichen von Optimismus in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld“, sagt Elisabeth Neumann, Projektleiterin Hessischer Gründerpreis bei der KIZ SINNOVA gGmbH. Die Gesellschaft richtet den Wettbewerb unter der Schirmherrschaft des Hessischen Wirtschaftsministers Kaweh Mansoori aus.

Von den zwölf Finalisten kommt erneut die Mehrzahl nicht aus den hessischen Groß- oder Universitätsstädten. Damit setzt sich ein Trend der vergangenen Jahre fort. „Nun haben zwölf von ihnen das Finale erreicht. In diesem Jahr sind erneut sehr viele Unternehmen dabei, die nicht in den hessischen Groß- oder Universitätsstädten gegründet oder übernommen wurden. Dieser Trend setzt sich fort, die Mehrzahl der zwölf Finalisten kommt nicht aus Großstädten“, erklärt Neumann. Besonders erfreulich sei für sie zudem, dass sich auch ein weiterer langjähriger Trend fortsetze: Fünf der zwölf Finalisten werden von mindestens einer Unternehmerin geführt.

In der Kategorie „Gründung aus der Hochschule“ hat Fablon aus Darmstadt das Finale erreicht. Das Unternehmen überführt mit skalierbaren Druckverfahren komplexe biologische Prozesse in die Produktion. Zunächst liegt der Schwerpunkt auf Cultivated Meat, später sollen beispielsweise auch Anwendungen für künstliche Haut möglich sein. Ebenfalls in dieser Kategorie vertreten ist Mamaye aus Neu-Isenburg. Das Unternehmen entwickelt Produkte, die den Zugang zur afrikanischen Küche im Alltag erleichtern sollen. Traditionelle Gerichte werden dabei zu hochwertigen Produkten im Glas verarbeitet, die schnell zubereitet werden können. QiTech Automation aus Darmstadt macht proprietäre Maschinensteuerungen so einfach programmierbar wie eine moderne App.

In der Kategorie „Zukunftsfähige Nachfolge“ treten Gebr. Schulz aus Wiesbaden, Nolte Bedachungen aus Frankfurt und das Pflegezentrum Rosenhöhe aus Bad König im Finale an. Gebr. Schulz verkauft, repariert, restauriert und vermietet Klaviere und andere Instrumente. Im Großhandel liegt der Schwerpunkt auf den Märkten in den USA und China. Nolte Bedachungen fertigt Dachstühle, Holzhäuser und Carports, saniert Fachwerk und montiert Solaranlagen. Ziel sind stabile, wetterfeste und energetisch optimierte Gebäude. Das Pflegezentrum Rosenhöhe in Bad König ist ein Pflegeheim für alte Menschen in der offenen und beschützten Altenhilfe sowie für junge Menschen mit psychischen Erkrankungen und Pflegegrad 3.

Drei weitere Finalisten kommen aus der Kategorie „Gesellschaftliche Wirkung“. Das Improtheater Fulda setzt Techniken ein, die Selbstvertrauen, Resilienz, Kommunikation, Teamfähigkeit und Führungskompetenz stärken sollen. Political X Change aus Heuchelheim entwickelt eine Demokratie-App, die mehr Jugendbeteiligung in Städten und Kommunen ermöglichen soll. Schutzlicht. aus Frankfurt widmet sich der Prävention, Selbstbehauptung und dem Selbstvertrauen. Das Angebot richtet sich an Menschen, die präventiv handeln, Stärke entwickeln und sich bewusst vor Gefahren und/oder Missbrauchssituationen schützen möchten.

In der Kategorie „Innovative Geschäftsidee“ stehen Enviotech aus Bad Vilbel, ODW Engineering aus Wald-Michelbach und Elmi Power aus Niddatal im Finale. Enviotech entwickelt eine intelligente Straßenbeleuchtung für Städte, die nachhaltig und zugleich kostengünstig sein soll. Dafür muss lediglich die Lichtquelle ausgetauscht werden. ODW Engineering baut autonome, vollelektrische Geräteträger. Diese sollen körperlich anstrengende Routinearbeiten wie Abmisten, Kehren oder den Winterdienst in Pferdebetrieben und bei Kommunen selbstständig übernehmen. Elmi Power entwickelt netzoptimierte und intelligente Systeme für Schnellladestationen von Elektrofahrzeugen.

Unterstützt wird die Kategorie „Zukunftsfähige Nachfolge“ vom Sheraton Offenbach, in dessen Hotel auch das Halbfinale stattfand. „Als Möglichmacher des Hessischen Gründerpreises freuen wir uns besonders, die Kategorie Zukunftsfähige Nachfolge zu unterstützen. Der Preis steht für uns nicht nur für Unternehmertum, sondern vor allem für Austausch, neue Impulse und ein starkes Netzwerk – Werte, die auch unser Haus prägen“, sagt Julia Hellmann, General Manager des Sheraton Offenbach. +++

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