TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell - Im letzten Heimspiel der Saison kreuzt Dortmund auf

Ttc

Hereinspaziert in die Hubtex Arena. Am Donnerstag ist sie Schauplatz des letzten Heimspiels des TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell in der Bundesliga-Saison 25/26. Zu Gast ist Borussia Dortmund, los geht‘s um 18.30 Uhr. Es ist das Duell des Sechsten gegen den Siebten, beide verfügen über 18:22 Punkte. Auch wenn beide Teams vor den beiden letzten Saisonspielen nicht mehr bedeutende Ziele vor Augen haben - zu behaupten, „es ginge um nichts mehr“ ist Quatsch, Sportler wollen immer gewinnen -, ist hochklassiger Sport zu erwarten: Spannende Ballwechsel und beste Unterhaltung international renommierter Spieler.

Noch vor Wochen schien es, als könne dieses Match ein besonderes werden: Die Befürchtung, der TTC RhönSprudel benötigte noch letzte Zähler für den Klassenerhalt, hielt das das Team aus Fulda-Maberzell mit Nachdruck aber von sich fern , indem es rechtzeitig Punkte sammelte - der BVB indessen liebäugelte noch damit, die Playoffs zu erreichen im Dreikampf mit Ochsenhausen und Bergneustadt. Doch auch das wurde bald zur Illusion, die Duda-Familie aus Bergneustadt entschied dies für sich. Auch rechtzeitig. Timo Boll, der vor Kurzem seine grandiose Laufbahn beendete und als Deutschlands Aushängeschild in Sachen Tischtennis gilt, machte dem BVB als Botschafter seines „Lieblingsvereins“ nach dem Besuch eines Heimspiels kurzzeitig Hoffnung auf das Erreichen der Play-offs im Halbfinale.

Es ist müßig und eigentlich zweitrangig, in welcher Besetzung beide Teams am Donnerstag antreten. Dem Gast könnte erneut auf seine Spitzenkraft, der Däne Anders Lind, fehlen; vielleicht spielt der Schwede Kristian Karlsson, letztes Jahr noch für Bad Homburg im Einsatz. Doch sei‘s drum: Auch der Ungar Adam Szudi, der Belgier Cedrick Nuytinck, Alberto Mino aus Ecuador oder Erik Bottroff, dem über zwei Meter großen und aus der Lutherstadt Wittenberg stammenden Spieler, sind stark genug, um konkurrieren zu können. Der BVB blickt optimistisch nach vorn, hat er doch mit dem gebürtigen Dortmunder Wim Verdonschot, der vom Zweitligisten Velbert zurückkommt, einen „Perspektivspieler“ gewonnen für die nächste Saison - zusammen mit André Bertelsmeier aus Bad Königshofen der talentierteste Deutsche schlechthin.

Und der TTC RhönSprudel? Der schlägt vor heimischem Publikum mit breiter Brust und der Empfehlung des 3:2-Sieges in Saarbrücken auf. Das Team verdient Unterstützung am Ende dieser Spielzeit, hat es doch gerade in wichtigen und entscheidenden Situationen, als es um Punkte für den Klassenerhalt ging, Zusammenhalt und Stärke bewiesen. Und das ohne den jungen Taiwanesen Kao, der der Mannschaft sicher Energie und Leben sowie Reibung für den Teamgedanken zugeführt hätte. Dimitrij Ovtcharov unterstrich fraglos seinen Wert und seine Stabilität fürs Team. Jona Groth kann sicher mehr, biss aber auch trotz Verletzung hier und da auf die Zähne. Fanbo Meng fehlt gewiss noch Konstanz - doch wiederholt zündete er das Publikum an und holte es auf seine Seite. Der gebürtige Fuldaer spielt schon seit 2007 für den TTC aus Maberzell - Wahnsinn. Hand aufs Herz: Hätten es alle Ruwen Filus zugetraut, solch viele entscheidende Punkte für den Ligaerhalt zu holen?

All dies spricht dafür, das letzte Heimspiel dieser Bundesliga-Saison zu besuchen; am Sonntagnachmittag schließt sich das Spiel beim Play-off-Teilnehmer und Tabellenzweiten Werder Bremen an (15 Uhr). Ein bisschen fühlt sich das Duell gegen Dortmund an wie die Kerzen-ausblasen auf einer Geburtstagstorte. Kommen Sie doch einfach mit - hereinspaziert in die Hubtex Arena. +++ rl

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