Konjunktur verliert an Schwung

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Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland hat nach Einschätzung der Bundesregierung im ersten Quartal spürbar an Dynamik verloren. Hintergrund ist vor allem der Konflikt im Nahen Osten. Während sich Stimmungsindikatoren in der Wirtschaft und teilweise auch bei den Verbrauchern zu Jahresbeginn zunächst leicht aufgehellt hatten, trübte sich das Bild mit Beginn des Iran-Kriegs deutlich ein. Das geht aus dem am Montag veröffentlichten Monatsbericht des Bundeswirtschaftsministeriums für April hervor.

Demnach entwickelte sich die Industrie zuletzt schwach, auch die Bauwirtschaft verzeichnete witterungsbedingt deutliche Einbußen. Zusätzlich sehen sich Unternehmen weiterhin mit Lieferengpässen sowie steigenden Energie- und Rohstoffpreisen konfrontiert. In konsumnahen Bereichen belasteten steigende Preise, eine verhaltene Nachfrage und anhaltende Unsicherheiten die Geschäftslage.

Die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt nach Einschätzung des Ministeriums maßgeblich vom Verlauf des Konflikts im Nahen Osten ab. Selbst im Fall einer Entspannung dürfte die Wirtschaft jedoch noch länger unter hohen Energiepreisen, Lieferproblemen und allgemeinen Belastungen leiden.

Bereits über die Wintermonate hinweg hatte sich die Industriekonjunktur spürbar abgeschwächt. Zwar konnten die Auftragseingänge nach einem deutlichen Rückgang zu Jahresbeginn im Februar ihren Aufwärtstrend fortsetzen, die Industrieproduktion entwickelte sich zuletzt jedoch leicht rückläufig. Frühindikatoren deuten zudem auf eine weitere Eintrübung im zweiten Quartal hin.

Im Einzelhandel sanken die preisbereinigten Umsätze im Februar um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat. Dagegen legten die Pkw-Neuzulassungen durch Privatpersonen im März im Vergleich zum Februar um 5,2 Prozent zu. +++

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