Polizeikinder- und Jugendchor Fulda spendet 1.800 Euro an die Kinder- und Jugendpsychiatrie

Mit dem Erlös aus dem Abschieds- und Benefizkonzert von Chorleiterin Ute Heil unterstützt der Polizeikinder- und Jugendchor Fulda die Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (KJP-PP) am Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda. Rund 1.800 Euro sowie zusätzliche Musikinstrumente kommen den jungen Patientinnen und Patienten der Einrichtung zugute. Für die singenden Kinder und Jugendlichen verband sich ihr musikalischer Einsatz dabei mit der Erfahrung, Gemeinschaft zu erleben, eigene Stärken auszuprobieren und sich wirkungsvoll für Gleichaltrige einzusetzen, die sich in schwierigen Lebensphasen befinden.

Im August 2026 besuchten die Gründerin und langjährige Leiterin des Chors, Ute Heil, und ihr Ehemann Wolfgang Heil, Leiter des Polizeichors Fulda, die Klinik. Ute Heil gab dabei Einblicke in ihre mehr als 15-jährige musikalische Arbeit mit dem Ensemble, die Proben und die regelmäßigen Auftritte vor Publikum, wie etwa beim gemeinsamen Weihnachtssingen auf dem Fuldaer Domplatz. Die langjährige Chorarbeit vermittelt den jungen Mitgliedern Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung, die über das gemeinsame Musizieren hinausreichen.

Die Zuwendung setzt genau an dieser Schnittstelle an: Während die Chormitglieder gemeinsam auf der Bühne stehen, bewältigen die jungen Patientinnen und Patienten der KJP-PP psychische Belastungen, die ihren Alltag erschweren. Ängste, Depressionen, Konzentrationsprobleme oder Verhaltensauffälligkeiten führen bei Betroffenen nicht selten dazu, dass sie sich aus ihrem sozialen Umfeld und Gruppen zurückziehen. Im Rahmen der Behandlung erlernen die Kinder und Jugendlichen, mit diesen Herausforderungen umzugehen, Sicherheit und Selbstvertrauen zu gewinnen, Neues zu wagen und wieder verlässliche Kontakte aufzubauen, was das seelische Wohlbefinden stärkt. Ähnlich wie in einem Verein bieten die Ergo-, Bewegungs- und Musiktherapie dabei geschützte Räume, um eigene Fähigkeiten zu entdecken und Freude an gemeinschaftlichen Aktivitäten zu entwickeln.

Das Team der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie bedankte sich bei den Sängerinnen und Sängern, den Konzertgästen sowie dem Ehepaar Heil für das Engagement und die finanzielle Unterstützung. Die Spendengelder werden zweckgebunden eingesetzt: Vorgesehen ist unter anderem die Anschaffung weiterer Instrumente für die Musiktherapie, darunter ein E-Schlagzeug. Zudem sollen zusätzliche Angebote für Spiel und Bewegung gefördert sowie ein Baum im Klinikgarten gepflanzt werden – als Symbol für starke Wurzeln, Raum zur individuellen Entfaltung und die Möglichkeit, Schritt für Schritt zu wachsen.

Die Übergabe der Spende an Chefarzt Privatdozent Dr. med. Frank Theisen und Oberärztin Dr. med. Christiane Gamber erfolgte stellvertretend für den Chor durch Ute und Wolfgang Heil gemeinsam mit Jürgen Müller und Martina Leo-Müller. +++

fuldainfo.de

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