Die Stadtwerke Hünfeld haben ein umfangreiches Investitionsprogramm aufgelegt, um die Wasserversorgung der Stadt auch für die kommenden Jahrzehnte sicher, zuverlässig und qualitativ hochwertig zu gestalten. Bis zum Jahr 2030 sollen dafür bis zu 30 Millionen Euro in den Ausbau und die Modernisierung der Infrastruktur fließen. Als Folge dieser notwendigen Investitionen wird der Trinkwasserpreis zum 1. Januar 2027 angepasst. Geschäftsführer Manuel Gollbach betont, dass die Wasserversorgung eine der wichtigsten Aufgaben der kommunalen Daseinsvorsorge sei. Ziel sei es, trotz der zunehmenden Herausforderungen durch den Klimawandel jederzeit eine unterbrechungsfreie Versorgung mit hochwertigem Trinkwasser zu garantieren.
Der Extremsommer des Jahres 2026 habe eindrücklich gezeigt, dass eine funktionierende Wasserversorgung keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Während viele Regionen unter Einschränkungen oder gar Nutzungsverboten litten, blieb die Versorgung in Hünfeld stets sichergestellt. Um diesen Standard auch in Zukunft zu halten, seien sofortige Investitionen in die Infrastruktur unumgänglich. Das Geld fließt vorrangig in die langfristige Sicherung, Erneuerung und Weiterentwicklung der wasserwirtschaftlichen Anlagen. Zu den konkreten Maßnahmen gehören der Bau eines weiteren Tiefbrunnens sowie die Erneuerung und Erweiterung bestehender Hochbehälter. Allein für einen neuen Hochbehälter sind nach aktuellen Planungen Kosten von rund 8,5 Millionen Euro veranschlagt. Zusätzlich zu den Baukosten haben sich auch die laufenden Aufwendungen für Betrieb, Instandhaltung, Material, Fremdleistungen und Personal in den vergangenen Jahren deutlich erhöht.
Aufgrund dieser gestiegenen Kosten wird der Mengenwasserpreis ab dem 1. Januar 2027 von derzeit 1,75 Euro auf 2,78 Euro netto je Kubikmeter angehoben. Für einen typischen Dreipersonenhaushalt mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 132 Kubikmetern bedeutet dies eine Erhöhung der jährlichen Gesamtkosten – inklusive Grundpreis und Zählergebühr – von aktuell 362,52 Euro auf dann 576,96 Euro brutto. Dies entspricht einer monatlichen Mehrbelastung von rund 17,87 Euro für den gesamten Haushalt. Pro Person liegen die jährlichen Wasserkosten damit künftig bei etwa 192,32 Euro, was umgerechnet rund 53 Cent pro Tag entspricht. Manuel Gollbach unterstreicht, dass Trinkwasser das wichtigste Lebensmittel sei und die Bürger in Hünfeld dafür ein Produkt in ausgezeichneter Qualität sowie eine verlässliche Versorgungssicherheit erhielten, die es auch für kommende Generationen zu erhalten gelte. +++


