Eine Erfolgsgeschichte – 20 Jahre Forstbetriebsgemeinschaft Hessische Rhön

Sylvia Ruppel (hessischer Waldbesitzerverband), Harald Gaß, Sylvia Leuber, Wolfgang Böhle, Dr. Steffen Korell (Vorsitzender). Foto: privat

Es gibt Jubiläen, bei denen nicht allein eine Zahl gefeiert wird. Sie erzählen von Menschen, von Beharrlichkeit und von einer Entwicklung, die sich über Jahre hinweg aufgebaut hat. Das 20-jährige Bestehen der Forstbetriebsgemeinschaft Hessische Rhön gehört in diese Kategorie. Zwei Jahrzehnte nach ihrer Gründung hat sich die FBG zu einer festen Größe für ihre Mitglieder und zu einer der „Vorzeige-FBGs“ in Hessen entwickelt. Im Wildpark Gersfeld wurde dieses besondere Jubiläum nun gemeinsam mit ehemaligen und aktuellen Wegbegleitern, Partnern und Unterstützern gefeiert.

Eingeladen hatte der Vorsitzende der Forstbetriebsgemeinschaft Hessische Rhön, Dr. Steffen Korell. Der Ort für die Jubiläumsfeier war dabei mehr als nur eine passende Kulisse. Im Wildpark Gersfeld, mitten in der Rhön, trafen Menschen zusammen, deren beruflicher und ehrenamtlicher Weg seit vielen Jahren eng mit dem Wald und seiner Bewirtschaftung verbunden ist. Es war damit auch ein Abend des Wiedersehens und des Rückblicks auf eine Organisation, deren Entwicklung von zahlreichen Menschen geprägt wurde.

Zu den Gästen gehörten ehemalige und derzeitige Partner und Unterstützer der FBG. Vertreten waren unter anderem die Mitarbeiter des Forstamtes Hofbieber mit Forstamtsleiter Florian Wilshusen sowie Vertreter der Holzvermarktungsorganisation, der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Osthessen. Eine besondere Bedeutung hatte die Anwesenheit ehemaliger Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter. Unter ihnen waren auch die beiden „Väter“ der Forstbetriebsgemeinschaft Hessische Rhön: der langjährige ehemalige Geschäftsführer Wolfgang Böhle und der ehemalige Vorsitzende Theo Bott. Beide haben die Entwicklung der FBG über viele Jahre begleitet und geprägt.

Gerade bei einem 20-jährigen Bestehen wird sichtbar, dass eine solche Organisation nicht allein aus Satzungen, Vorstandsbeschlüssen und Geschäftsabläufen besteht. Hinter ihrer Entwicklung stehen Menschen, die Verantwortung übernommen, Entscheidungen getroffen und die Interessen der Waldbesitzer über Jahre vertreten haben. Dass viele dieser Wegbegleiter beim Jubiläum zusammenkamen, gab der Feier deshalb eine besondere persönliche Dimension.

Nach der Begrüßung nahm Dr. Steffen Korell die Gäste mit auf eine Reise durch zwei Jahrzehnte Geschichte. Der Vorsitzende erinnerte an die Gründung der Forstbetriebsgemeinschaft Hessische Rhön im Jahr 2006. Sie ging aus dem Zusammenschluss der ehemaligen Forstbetriebsgemeinschaften Thiergarten und Hilders hervor.

Was damals mit diesem Zusammenschluss begann, hat sich in den vergangenen 20 Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Die FBG Hessische Rhön hat sich professionalisiert und ihr Leistungsspektrum stetig erweitert. Für ihre Mitglieder bietet sie heute ein umfassendes und weiter wachsendes Angebot, das unterschiedliche Bereiche der Waldbewirtschaftung und der Interessenvertretung miteinander verbindet.

Dazu gehören Informationen zu waldbaulichen und forstpolitischen Themen ebenso wie die Vermittlung von Fördermöglichkeiten und Zertifizierungen. Hinzu kommen die Koordination der Waldbewirtschaftung und die Holzvermarktung. Gerade diese Verbindung macht deutlich, welche Bedeutung eine Forstbetriebsgemeinschaft für Waldbesitzer haben kann. Die Herausforderungen des Waldes lassen sich längst nicht mehr isoliert betrachten. Wirtschaftliche Fragen, waldbauliche Entscheidungen, Fördermöglichkeiten, Zertifizierungen und die Vermarktung des Holzes greifen ineinander.

Die FBG übernimmt dabei eine koordinierende und unterstützende Funktion. Sie schafft Strukturen, über die ihre Mitglieder Informationen erhalten und bei der Bewirtschaftung ihrer Wälder unterstützt werden. Die enge Zusammenarbeit mit dem Forstamt Hofbieber, den zuständigen Revierleitern und der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Osthessen bildet dabei eine wichtige Grundlage für die erfolgreiche Arbeit.

Die Entwicklung der vergangenen zwei Jahrzehnte ist deshalb auch eine Geschichte der Zusammenarbeit. Eine Forstbetriebsgemeinschaft kann ihre Aufgaben nicht im luftleeren Raum erfüllen. Sie ist auf funktionierende Partnerschaften angewiesen. Das Zusammenspiel zwischen den Verantwortlichen der FBG, den Forstämtern, den Revierleitern und der Holzvermarktungsorganisation bildet ein Netzwerk, das für die praktische Arbeit von entscheidender Bedeutung ist.

Dr. Korell nutzte seinen Rückblick deshalb nicht nur zur Darstellung der Entwicklung, sondern auch, um den Menschen zu danken, die diese Entwicklung möglich gemacht haben. „Die Entwicklung der FBG Hessische Rhön wäre ohne das Engagement vieler Menschen nicht möglich gewesen“, betonte der Vorsitzende.

Es war eine Würdigung, die bewusst über die derzeit Verantwortlichen hinausging. Denn wer auf 20 Jahre zurückblickt, blickt zwangsläufig auf Generationen von Menschen, die zu unterschiedlichen Zeiten Verantwortung getragen haben. Viele Entwicklungen, die heute selbstverständlich erscheinen, sind das Ergebnis früherer Entscheidungen und eines langfristigen Engagements.

Ein besonderer Höhepunkt des Abends war deshalb die Ehrung des ehemaligen Geschäftsführers Wolfgang Böhle. Silvia Ruppel, die als Vertreterin des Hessischen Waldbesitzerverbandes an der Feier teilnahm, und Dr. Steffen Korell würdigten seine langjährige Tätigkeit und seinen großen Einsatz für die Forstbetriebsgemeinschaft Hessische Rhön sowie für die Belange der Waldbesitzer.

Böhle gehört zu denjenigen, die die FBG über viele Jahre hinweg entscheidend mitgeprägt haben. Seine Ehrung stand damit stellvertretend für die Arbeit einer ganzen Generation von Verantwortlichen, die den Aufbau und die Entwicklung der Organisation begleitet haben.

Auch Sylvia Leuber wurde für ihr Engagement gewürdigt. Sie war von 2021 bis 2026 Mitglied im Vorstand und kandidierte bei der letzten Wahl nicht erneut. Ebenso geehrt wurde Harald Gaß, der von 2006 bis 2026 als stellvertretender Vorsitzender tätig war und ebenfalls bei der letzten Wahl nicht erneut kandidierte.

Dr. Korell überreichte beiden eine Dankesurkunde und sprach ihnen seinen besonderen Dank für die langjährige Mitarbeit und Unterstützung aus.

Solche Ehrungen sind bei einem Jubiläum mehr als eine formale Geste. Sie markieren den Übergang von einer Generation von Verantwortungsträgern zur nächsten. Eine Organisation bleibt nur dann lebendig, wenn sie Erfahrung bewahrt und zugleich bereit ist, Verantwortung weiterzugeben. Die Würdigung von Sylvia Leuber und Harald Gaß machte genau diesen Wechsel sichtbar.

Der besondere Dank des Vorsitzenden galt darüber hinaus der derzeitigen Geschäftsführerin Ulla Müglich. Nach den Worten von Dr. Korell hat sie durch ihr Engagement wesentlichen Anteil daran, dass sich die FBG Hessische Rhön zu einer der „Vorzeige-FBGs“ in ganz Hessen entwickelt hat.

Auch Silvia Ruppel vom Hessischen Waldbesitzerverband hob diese Entwicklung hervor. Sie dankte den Verantwortlichen für ihre professionelle Arbeit sowie für die souveräne und engagierte Führung. Zugleich wünschte sie der Forstbetriebsgemeinschaft Hessische Rhön und ihren Mitgliedern alles Gute für die Zukunft.

Damit richtete sich der Blick am Ende des Jubiläumsabends zwangsläufig wieder nach vorn. 20 Jahre sind Anlass für einen Rückblick, aber kein Endpunkt. Gerade die Entwicklung der FBG Hessische Rhön zeigt, dass sich die Anforderungen an die Waldbesitzer und an die Organisationen, die sie unterstützen, verändern.

Die Forstbetriebsgemeinschaft hat ihr Leistungsspektrum über zwei Jahrzehnte kontinuierlich erweitert und professionalisiert. Aus dem Zusammenschluss der ehemaligen Forstbetriebsgemeinschaften Thiergarten und Hilders ist eine Organisation entstanden, die ihren Mitgliedern heute ein breites Angebot von der Information über Fördermöglichkeiten und Zertifizierungen bis hin zur Koordination der Waldbewirtschaftung und Holzvermarktung bietet.

Der Erfolg dieser Entwicklung liegt dabei nicht allein in Strukturen oder Angeboten. Er liegt vor allem in der Fähigkeit, unterschiedliche Interessen zusammenzuführen und langfristige Zusammenarbeit zu organisieren. Der Wald kennt schließlich keine kurzen politischen oder wirtschaftlichen Zyklen. Was heute entschieden wird, kann Auswirkungen auf Jahre oder Jahrzehnte haben. Umso wichtiger sind Strukturen, die Kontinuität ermöglichen.

Das Jubiläum im Wildpark Gersfeld war deshalb auch ein Moment der Anerkennung. Für diejenigen, die die FBG Hessische Rhön gegründet und aufgebaut haben. Für jene, die sie über Jahre geführt und begleitet haben. Und für diejenigen, die heute Verantwortung tragen und die Arbeit fortsetzen.

20 Jahre Forstbetriebsgemeinschaft Hessische Rhön sind damit tatsächlich eine Erfolgsgeschichte. Nicht, weil eine Organisation zwei Jahrzehnte überstanden hat, sondern weil sie sich in dieser Zeit verändert, professionalisiert und weiterentwickelt hat. Das Jubiläum erinnert daran, dass solche Entwicklungen selten das Werk Einzelner sind. Sie entstehen dort, wo Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, Wissen weiterzugeben und gemeinsam an einem Ziel zu arbeiten.

Die Feier in Gersfeld hat genau das sichtbar gemacht. Sie war Rückblick, Dank und zugleich ein Zeichen dafür, dass die Arbeit weitergeht. Für die FBG Hessische Rhön und ihre Mitglieder beginnt nach 20 Jahren nicht der Rückblick auf eine abgeschlossene Geschichte. Es beginnt das nächste Kapitel. +++

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