Wassernotstand in Fulda und drei Gemeinden wird aufgehoben

Trinkwasser

Die Trinkwasserversorgung in Fulda und den Gemeinden Petersberg, Eichenzell und Ebersburg hat sich entspannt. Die vier Kommunen und die RhönEnergie haben deshalb gemeinsam entschieden, den Trinkwassernotstand zum 1. September aufzuheben beziehungsweise auslaufen zu lassen. In Fulda, Eichenzell und Ebersburg treten die entsprechenden Feststellungen an diesem Tag außer Kraft, in Petersberg läuft der Notstand ebenfalls zum 1. September aus.

Entscheidend für die Entspannung ist vor allem der zuletzt deutlich gesunkene Wasserverbrauch. Nach Angaben der Geschäftsführer der RhönEnergie-Gruppe, Martin Heun und Dr. Arnt Meyer, sind die Verbräuche in den vergangenen Tagen sowohl aufgrund der geltenden Notstandsmaßnahmen als auch wegen der deutlich kühleren Temperaturen zurückgegangen. Gleichzeitig bleiben die Grundwasserstände niedrig und die Quellen weisen weiterhin eine geringe Ergiebigkeit auf. Die aktuelle Entwicklung gibt dennoch Anlass zu der Erwartung, dass sich die Situation in den kommenden Tagen weiter entspannen könnte.

Auf Grundlage dieser Einschätzung lassen die Stadt Fulda und die Gemeinden Petersberg, Eichenzell und Ebersburg die bisherigen Einschränkungen auslaufen beziehungsweise beenden. Damit gelten ab Dienstag, 1. September, die bisherigen Verbote beispielsweise für das Gießen im Garten sowie auf Friedhöfen und Sportplätzen nicht mehr.

Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld verbindet die Aufhebung der Einschränkungen mit einem ausdrücklichen Dank an die Bevölkerung. Die vergangenen Wochen hätten gezeigt, wie wichtig ein verantwortungsvoller Umgang mit Trinkwasser sei. Die deutlich gesunkenen Verbräuche und die veränderte Wetterlage ermöglichten nun die Aufhebung der Einschränkungen. Zugleich warnte Wingenfeld davor, die weiterhin angespannte Versorgungssituation aus dem Blick zu verlieren. Die Erfahrungen dieses Sommers sollten auch künftig zu einem sparsamen Umgang mit der wertvollen Ressource Wasser anhalten.

Auch die Petersberger Bürgermeisterin Claudia Brandes begrüßt die gemeinsame Entscheidung. Die Entwicklung der vergangenen Tage sei genau beobachtet worden, zugleich habe ein enger Austausch mit der RhönEnergie und den beteiligten Kommunen stattgefunden. Dass die Einschränkungen nun auslaufen könnten, sei eine gute Nachricht. Brandes dankte insbesondere den Bürgerinnen und Bürgern, die die Vorgaben mitgetragen und ihren Wasserverbrauch reduziert hätten.

Eichenzells Bürgermeister Johannes Rothmund bezeichnet die Aufhebung der Einschränkungen ebenfalls als erfreuliche Nachricht. Zugleich habe der Wassernotstand deutlich gemacht, wie schnell sich die Lage bei anhaltender Trockenheit und hohen Temperaturen zuspitzen könne. Die Erfahrungen der vergangenen Wochen sollten deshalb über das Ende des Notstands hinaus Wirkung zeigen. Auch künftig sei ein bewusster und sparsamer Umgang mit Trinkwasser erforderlich.

Für Ebersburgs Bürgermeister Benjamin Reinhart steht die Zusammenarbeit zwischen den Kommunen und der RhönEnergie im Mittelpunkt. Gerade in der herausfordernden Situation habe sich die gemeinsame Abstimmung bewährt. Nur ein koordinierter Blick auf die gesamte Versorgungssituation ermögliche verantwortungsvolle Entscheidungen. Dass sich die Lage inzwischen so weit verbessert habe, dass die Einschränkungen aufgehoben werden könnten, sei deshalb ein wichtiges Signal.

Die RhönEnergie verbindet die positive Entwicklung allerdings weiterhin mit einer Mahnung zur Vorsicht. Martin Heun und Dr. Arnt Meyer weisen darauf hin, dass die Grundwasserstände nach wie vor niedrig seien und die Quellen noch nicht wieder die Ergiebigkeit normaler Bedingungen erreicht hätten. Die weitere Entwicklung werde deshalb aufmerksam beobachtet.

Damit ist der Wassernotstand in Fulda, Petersberg, Eichenzell und Ebersburg zunächst beendet. Die Aufhebung der Einschränkungen bedeutet jedoch nicht, dass die strukturelle Wasserknappheit der vergangenen Wochen vollständig überwunden wäre. Gerade die weiterhin niedrigen Grundwasserstände zeigen, dass die Versorgung empfindlich auf längere Trockenperioden und hohe Temperaturen reagieren kann. Die RhönEnergie und die beteiligten Kommunen bitten die Bürgerinnen und Bürger deshalb auch nach dem Ende des Wassernotstands um einen verantwortungsvollen Umgang mit Trinkwasser. Sollte erneut eine längere Trockenperiode mit steigenden Temperaturen einsetzen, könnte sich die Versorgungslage wieder verschärfen.

Die Kommunen und die RhönEnergie danken den Bürgerinnen und Bürgern ausdrücklich für ihre Unterstützung, ihre Disziplin und ihr Verständnis während der vergangenen Wochen. Der Rückgang des Wasserverbrauchs hat wesentlich dazu beigetragen, dass die geltenden Einschränkungen nun aufgehoben werden können. +++

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Banner 1 336 m

Fdi md1

Ohr5euro