SG Barockstadt geht nach zwei Siegen in der Liga mit gestärktem Selbstvertrauen und breiter Brust ins Heimspiel am Samstag gegen Steinbach Haiger

Mainz II geschlagen, Hessen Kassel geschlagen – selbstbewusst und mit breiter Brust geht die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz in das zweite dreier Hessenderbys in der Fußball-Regionalliga Südwest. Ehe Kickers Offenbach am Samstag kommender Woche in der Johannisau aufschlägt, ist erst einmal der TSV Steinbach Haiger zu Gast; Spielbeginn ist wie immer um 14 Uhr.

Der 16. der Tabelle trifft auf den Zehnten – der Abstand zwischen beiden Teams beträgt fünf Punkte; die Ausgangslage erscheint ähnlich wie die vor dem Spiel am vergangenen Samstag beim KSV Hessen. Die SGB gewann dieses Duell – und zog den Traditionsverein aus Kassel, zumindest vorübergehend, mit in den Strudel der Gefährdeten. Doch solche Vergleiche oder Zahlenspiele machen ja höchstens die Statistik fett – und SGB-Trainer Miro Jagatic möchte davon auch nichts wissen.

„Wir werden uns jetzt nicht die Tabelle angucken“, sagte er anlässlich der Spieltagspressekonferenz, „wir sollten tunlichst fokussiert sein. Nicht wie Alice im Wunderland anfangen zu träumen. Zumal die Spiele hinten heraus nicht einfacher werden.“ Dass die SGB nicht träumt in der Regionalliga, bewiesen die Herangehensweise und Auftritte auf dem Platz in den beiden letzten Spielen nachdrücklich. Behauptungswille, Zweikampfstärke, Moral, Einsatz, Leidenschaft und das Momentum, zum richtigen Zeitpunkt da zu sein – das waren hinreichend Stärken und Trümpfe der Mannschaft.

Zum Kontrahenten: Steinbach Haiger gilt als eines der spielstärksten Teams der Liga, und Jagatic bemerkte lediglich, dass er sich Steinbach Haiger natürlich angeschaut habe. „Wir müssen variabler sein am Samstag. Und haben da zwei Ideen …“ Die mochte aber natürlich nicht preisgeben.“ Nur soviel: Steinbach Haiger hatte zuletzt drei Heimspiele in Folge und holte daraus vier Punkte – gegen Trier, VfR Mannheim und zuletzt gegen den FSV Frankfurt, als Ole Käuper aus dem lange währenden 1:2 noch ein 2:2 machte. Das 2:2 beim SGV Heilbronn-Freiberg Anfang Oktober scheint indessen beeindruckend.

Eine Grippewelle begleitet die SGB derzeit – oder besser gesagt, seit Wochen. „Das wird nicht nur uns betreffen“, sagte Jagatic, „das geht durch jede Mannschaft“. Zweitrangig, wer auf dem Platz steht und wer nicht kann – die, die beginnen oder im Kader sind, verdienen ersten Respekt und Wertschätzung. Und nicht die, die fehlen. Und überhaupt: der Coach gibt die Richtung vor. „Die Trainingswoche war super. Alle arbeiten hart. Jeder will die Lücke füllen.“ Die Botschaft lautet: auf in die Johannisau. Die letzten Spiele machen Mut. +++ rl

fuldainfo.de

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