Ausschreitungen bei bundesweiten GenZ-Protesten: Wasserwerfereinsatz und Krawalle in mehreren Großstädten

Bei den bundesweiten Protesten der Initiative „GenZ regelt“ ist es am frühen Samstagabend in mehreren Großstädten zu schweren Ausschreitungen gekommen. Was ursprünglich als friedlicher Protest junger Menschen angekündigt worden war, eskalierte an mehreren Orten zusehends. In Frankfurt am Main, Köln und Hamburg sah sich die Polizei gezwungen, Wasserwerfer gegen Gewalttäter einzusetzen. In allen betroffenen Städten waren die Einsatzkräfte im Großeinsatz, um die Situation unter Kontrolle zu bringen.

Besonders brenzlig war die Lage in Frankfurt. Nach dem Ende der Kundgebung meldete sich Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) zu Wort und erklärte, dass sich die Sorgen vor einer gezielten Unterwanderung leider bewahrheitet hätten. Die Sicherheitsbehörden gehen von rund 100 linksextremistisch motivierten Gewalttätern aus. Diese hätten Einsatzkräfte massiv mit Flaschen, Steinen und Pyrotechnik angegriffen. Nach ersten Erkenntnissen wurden mehrere Polizisten verletzt, ein Beamter möglicherweise etwas schwerer. Inzwischen habe die Polizei die Lage in der Mainmetropole wieder unter Kontrolle gebracht.

Auch in anderen Teilen Deutschlands hielten Randalierer die Einsatzkräfte in Atem. In Berlin mischten sich Vermummte unter den Demonstrationszug, zündeten Böller sowie Raketen und warfen Eier und Flaschen auf Polizisten. In Hannover wurden mehrere Personen durch Feuerwerkskörper verletzt; zudem kam es dort zu Steinwürfen und brennenden Straßenbarrikaden.

Die Initiative „GenZ regelt“ hatte neben Berlin in über 30 weiteren Städten zu Kundgebungen aufgerufen. Zu den Kernforderungen gehören sofortige Maßnahmen gegen marode Schulen, steigende Lebenshaltungskosten, eine als ungerecht empfundene Lastenverteilung sowie ein konsequenterer Klimaschutz. Deutlich positionierten sich die Demonstranten zudem gegen eine Wehrpflicht und einen ausufernden staatlichen Überwachungsapparat. Ähnliche Proteste hatten bereits in den vergangenen Wochen in Frankreich, Italien und weiteren Ländern stattgefunden und waren dort teilweise ebenfalls in gewaltsamen Krawallen geendet. Die offiziellen Veranstalter in Deutschland distanzierten sich umgehend von den Angriffen und betonten, dass die Bewegung friedlich bleiben solle. +++

fuldainfo.de

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