WM: Österreich rettet sich in letzter Sekunde – Argentinien souverän, England gewinnt Gruppe

Fussball1

Österreich hat sich bei der Fußball-WM mit einem Tor in letzter Sekunde den Einzug ins Sechzehntelfinale gesichert. Die Mannschaft trennte sich zum Abschluss der Gruppe J in einem dramatischen Spiel mit 3:3 von Algerien. Damit ziehen beide Teams in die K.-o.-Runde ein. Parallel setzte sich der bereits feststehende Gruppensieger Argentinien mit 3:1 gegen Jordanien durch und feierte den dritten Sieg im dritten Spiel.

Österreich erwischte den besseren Start und ging in der 28. Minute in Führung. Nach einem langen Ball von David Alaba setzte sich Marko Arnautovic gegen die algerische Abwehr durch und schob den Ball ins lange Eck. Kurz vor der Pause glich Algerien aus. Rafik Belghali nutzte ein Missgeschick von Mwene an der Eckfahne und traf ins kurze Eck zum 1:1.

Nach dem Seitenwechsel schlug Österreich erneut zurück. Marcel Sabitzer traf in der 55. Minute nach einer Ablage von Laimer mit einem Schuss von der Strafraumkante zur erneuten Führung. Die Antwort Algeriens ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Riyad Mahrez verwertete in der 60. Minute eine Vorlage von Aouar zum 2:2.

In der Nachspielzeit schien das Spiel endgültig zugunsten Algeriens zu kippen. Mahrez traf in der 93. Minute nach einem weiteren Pass von Aouar zum 3:2. Österreich stemmte sich jedoch gegen das drohende Aus. In der 96. Minute flankte Sabitzer von der linken Seite, Gregoritsch legte per Kopf quer und Sasa Kalajdzic köpfte aus kurzer Distanz zum 3:3-Endstand ein.

Eine Niederlage hätte das Aus bedeutet, doch durch das Remis beendet Österreich die Gruppe als Zweiter und trifft nun am Donnerstag um 21 Uhr im Sechzehntelfinale auf Spanien. Gruppensieger ist Argentinien, das am kommenden Samstag um 0 Uhr auf Kap Verde trifft. Auch Algerien zieht als Gruppendritter in die K.-o.-Runde ein und spielt am Freitag um 5 Uhr gegen die Schweiz. Jordanien ist ausgeschieden.

In der Gruppe L sicherte sich England mit einem 2:0 gegen Panama den Gruppensieg. Parallel gewann Kroatien mit 2:1 gegen Ghana und beendet die Vorrunde auf Rang zwei. England und Ghana hatten ihr Weiterkommen bereits zuvor sicher, Ghana zieht als Gruppendritter dank eines Sieges und eines Unentschiedens ebenfalls ins Sechzehntelfinale ein. Panama stand bereits vor dem letzten Spieltag als Gruppenletzter fest und scheidet aus.

England bestimmte die Partie gegen Panama von Beginn an, fand in der ersten Halbzeit jedoch kaum Lücken gegen die kompakte Defensive. Die beste Möglichkeit vergab Marcus Rashford mit einem Schuss knapp am Tor vorbei.

Nach der Pause erhöhte England den Druck und belohnte sich in der 62. Minute. Nach einer Ecke von Bukayo Saka kam der Ball zu Jude Bellingham, der aus kurzer Distanz zum 1:0 einschob. Fünf Minuten später bereitete Bellingham auch den zweiten Treffer vor. Seine präzise Flanke verwandelte Harry Kane per Kopf zum 2:0. Panama versuchte anschließend noch einmal zurückzukommen, blieb offensiv aber weitgehend ungefährlich. Lediglich José Fajardo traf nach einem Konter noch ins Netz, der Treffer wurde jedoch wegen Abseits nicht anerkannt.

In der Gruppe K trennten sich Kolumbien und Portugal 0:0. Beide Mannschaften hatten das Ticket für das Sechzehntelfinale bereits vor dem letzten Gruppenspiel sicher. Kolumbien beendet die Gruppe als Erster und trifft nun auf Ghana. Portugal zieht als Zweiter weiter und bekommt es mit Kroatien zu tun.

Im Parallelspiel ging es für den Kongo um den Einzug in die K.-o.-Runde. Usbekistan hätte dafür einen extrem hohen Sieg benötigt. Am Ende setzten sich die Afrikaner mit 3:1 durch und qualifizierten sich als gut platzierter Gruppendritter ebenfalls für das Sechzehntelfinale.

Kolumbien begann die Partie gegen Portugal schwungvoll und setzte den Gegner früh unter Druck. Die erste gute Gelegenheit hatte Jhon Córdoba. Portugal antwortete durch João Félix, dessen Abschluss knapp über das Tor ging. Beide Mannschaften suchten den Weg nach vorne, während die Defensivreihen nur wenig zuließen.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Kolumbien die aktivere Mannschaft. Luis Suárez und James Rodríguez kamen zu weiteren Möglichkeiten, scheiterten jedoch am stark reagierenden portugiesischen Torhüter Diogo Costa. Auf der anderen Seite verfehlte Cristiano Ronaldo aus einer Abseitsposition das Tor nur knapp. Trotz intensiver Bemühungen auf beiden Seiten und eines Powerplays in den Schlussminuten blieb es beim torlosen Unentschieden, auch wenn Kolumbien den Sieg deutlich mehr verdient gehabt hätte.

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