Wenn jeder Schritt schmerzt, das Aufstehen schwerfällt und selbst alltägliche Bewegungen zur Belastung werden, geht es längst nicht mehr nur um körperliche Beschwerden. Einschränkungen an der Hüfte können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Häufig liegt die Ursache in einem Verschleiß des Hüftgelenks, einer Arthrose, altersbedingten Veränderungen an den Knochen, entzündlichen Abbauprozessen, Fehlbelastungen oder Frakturen.
Aus Angst vor einer weiteren Schädigung des Gelenks verzichten viele Betroffene auf Sport und Bewegung. Dabei ist gerade Bewegung ein wichtiger Bestandteil der Behandlung: Sie fördert die Gelenkgesundheit, stärkt die Muskulatur und trägt dazu bei, das betroffene Gelenk zu stabilisieren. Gezielte konservative Physiotherapie ist deshalb bei Beschwerden während gewöhnlicher Bewegungsabläufe der Hüfte zunächst die erste Wahl.
Doch nicht immer lassen sich die Beschwerden damit ausreichend lindern. Bleiben die Schmerzen bestehen und schränken sie die Lebensqualität deutlich ein, kann nach einer weiterführenden Diagnostik durch Fachärzte ein künstlicher Gelenkersatz empfohlen werden. Ziel einer solchen Endoprothetik ist es, das Hüftgelenk wieder möglichst reibungslos und schmerzfrei nutzen zu können und damit Mobilität, Selbstständigkeit sowie die Teilhabe an Freizeit- und Sportaktivitäten zu verbessern. Die entscheidende Frage lautet deshalb: Wann sind konservative Therapien noch sinnvoll und ab welchem Zeitpunkt kann eine operative Behandlung die bessere Lösung sein?
Mit diesen Fragen beschäftigt sich das zertifizierte EndoProthetikZentrum (EPZ) der Fachabteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie des Herz-Jesu-Krankenhauses Fulda. Die erfahrenen Experten und das interdisziplinäre Team setzen auf individuelle, moderne Implantate sowie besonders muskelschonende, minimalinvasive Operationstechniken. Dabei soll die Knochensubstanz möglichst erhalten bleiben. Ziel ist eine rasche Wiederherstellung der Mobilität und eine möglichst natürliche Beweglichkeit nach dem Eingriff, damit die Betroffenen wieder aktiv am Leben teilnehmen können.
Wie eine solche Behandlung konkret aussieht und welche Möglichkeiten ein künstliches Hüftgelenk eröffnet, erfahren Interessierte beim Arzt-Patientenseminar am Mittwoch, 2. September 2026, um 17 Uhr im Foyer des Herz-Jesu-Krankenhauses Fulda. Das EndoProthetikZentrum des Herz-Jesu-Krankenhauses Fulda stellt sich dabei vor und erläutert in einer Vortragsreihe die langfristigen Vorteile für Patienten, die individuelle Patientenversorgung sowie die hohe Behandlungssicherheit und Ergebnisqualität.
Dr. med. Steffen Hinz, Chefarzt der Orthopädie, Unfallchirurgie, Sportmedizin, Alterstraumatologie und des EndoProthetikZentrums am Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda, schildert die Implantation einer Hüft-Totalendoprothese (Hüft-TEP) im zertifizierten EndoProthetikZentrum. David Hinder und Dr. Julius Müller von der Praxisklinik Hinder stellen ihre Erfahrungen und die Vorteile der minimalinvasiven Hüftchirurgie vor und erläutern, welche Aktivitäten mit einem neuen Hüftgelenk möglich sind.
Im Anschluss an die Veranstaltung stehen die Referenten für Fragen und den weiteren persönlichen Austausch zur Verfügung. Die Veranstaltung ist kostenlos. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich über die Möglichkeiten der modernen Hüftbehandlung zu informieren und Antworten auf die Frage zu erhalten, wann Bewegung, konservative Therapie oder ein künstliches Gelenk der richtige Weg sein können. +++












