Verdi weitet Streik bei der Telekom aus

Telekom1

Die Gewerkschaft Verdi verschärft ihren Arbeitskampf bei der Deutschen Telekom und dehnt die Warnstreiks nun auf weitere Teile Deutschlands aus. Am Donnerstag sollen Beschäftigte der Telekom in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Baden-Württemberg und Bayern die Arbeit niederlegen. Damit setzt die Gewerkschaft ihre bundesweiten Aktionen fort, nachdem bereits in den vergangenen Tagen zahlreiche Standorte betroffen waren.

Am Mittwoch wurde an Telekom-Standorten in Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen gestreikt. Bereits am Dienstag hatten Beschäftigte im Norden und Nordosten Deutschlands die Arbeit niedergelegt. Verdi erhöht damit den Druck auf die Arbeitgeberseite in der laufenden Tarifrunde.

Die Gewerkschaft rechnet mit spürbaren Folgen für Kunden und Infrastrukturprojekte. Wegen der Warnstreiks könne es zu einer schlechteren Erreichbarkeit, zu Verzögerungen im technischen Kundenservice sowie beim Glasfaserausbau kommen. Auch Terminabsagen bei Kundenterminen seien möglich, teilte Verdi am Mittwochabend mit. Einschränkungen für Telekom-Kunden ließen sich „nicht vermeiden“.

Als Begründung für die Ausweitung der Arbeitsniederlegungen verweist die Gewerkschaft auf den bisherigen Verlauf der Tarifverhandlungen. Die Arbeitgeber seien „bislang überhaupt nicht auf unsere Forderungen eingegangen und haben kein Angebot eingebracht“, erklärte Verdi.

In der diesjährigen Tarifrunde fordert die Gewerkschaft für die Beschäftigten der Deutschen Telekom ein Gehaltsplus von 6,6 Prozent bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten. Darüber hinaus verlangt Verdi die Einführung eines „Verdi-Mitgliederbonus“ in Höhe von 660 Euro jährlich. +++

Kommentar verfassen

Banner 1 336 m

Ohr boost1

Banner 1 336 m