Verdi kündigt erste Streiks im hessischen Handel an

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Mit ersten Arbeitsniederlegungen beginnt am Freitag die Tarifauseinandersetzung im hessischen Handel. In Frankfurt und Kassel sind zentrale Streikaktionen geplant. Die Gewerkschaft ver.di rechnet nach eigenen Angaben mit rund 900 Beschäftigten aus Unternehmen des Einzel- und Großhandels.

Hintergrund der Proteste sind die bislang ergebnislosen Tarifverhandlungen. Nach Darstellung der Gewerkschaft haben die Arbeitgeber in den ersten Verhandlungsrunden kein Angebot vorgelegt. Die Stimmung unter den Beschäftigten sei deshalb angespannt, sagte der hessische ver.di-Verhandlungsführer Marcel Schäuble. Viele Beschäftigte erlebten im Arbeitsalltag, dass ihre Unternehmen wirtschaftlich gut aufgestellt seien, während zugleich die Kaufkraft ihrer Löhne sinke. Besonders die steigenden Ausgaben für alltägliche Lebenshaltungskosten belasteten viele Arbeitnehmer zunehmend.

Schäuble wies die Darstellung der Arbeitgeber zurück, der Handel befinde sich dauerhaft in einer Krise. Nach Angaben der Gewerkschaft verzeichnete der Einzelhandel in Hessen im Jahr 2025 Umsatzzuwächse von fünf Prozent, im Großhandel lag das Plus demnach bei 6,4 Prozent. Vor diesem Hintergrund sei eine deutliche Entgelterhöhung angemessen, um die Beschäftigten am wirtschaftlichen Erfolg der Branche zu beteiligen.

In Frankfurt beginnt der Streikauftakt am Freitag um 11.30 Uhr am DGB-Gewerkschaftshaus in der Wilhelm-Leuschner-Straße. Von dort aus ist ein Demonstrationszug zur Hauptwache geplant. Die zentrale Kundgebung soll gegen 12.30 Uhr an der Katharinenkirche stattfinden. Zeitgleich ist in Kassel ab 11.00 Uhr eine weitere Aktion vor dem Rathaus in der Oberen Königsstraße vorgesehen.

Nach Angaben von ver.di beteiligen sich Beschäftigte aus Unternehmen wie Rewe, Penny, Kaufland, IKEA, H&M, Zara, Primark, Douglas, Hit, Metro sowie der Rewe-Logistik an den Arbeitskämpfen. +++

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