Für die vollautomatisierten Kleinstsupermärkte, die durch den Fuldaer Lebensmitteleinzelhändler Tegut unter dem Namen „teo“ bekannt wurden, steht ein grundlegender Betreiberwechsel an. Das Mannheimer Unternehmen Yobsti plant, zum 1. November insgesamt 35 der autonomen Verkaufsboxen zu übernehmen.
Die Umstellung erfolgt im Eiltempo: Für die technische und optische Anpassung werden die Standorte ab dem 1. November für wenige Tage geschlossen. Bereits am 6. November sollen die Märkte unter der neuen Marke „Yobsti“ wieder für Kundinnen und Kunden öffnen.
Ein deutlicher Schwerpunkt der übernommenen Standorte liegt in Hessen und insbesondere im osthessischen Raum. Allein im Landkreis Fulda, der Keimzelle des bisherigen teo-Konzepts, wechseln sieben Filialen den Besitzer. Im Main-Kinzig-Kreis sind sechs Märkte betroffen, im Kreis Darmstadt-Dieburg vier weitere. Auch in den Regalen kündigt sich ein spürbarer Wechsel an: Die Warenversorgung wird künftig vollständig über das Sortiment von Edeka abgewickelt, von dem die Märkte nun übernommen werden.
Die Übernahme markiert eine Zäsur für das Format der unbemannten Selbstbedienungsboxen. Tegut hatte das Holz-Kubus-Konzept 2020 in Fulda gestartet, um Nahversorgungslücken im ländlichen Raum und an Verkehrsknotenpunkten digital zu schließen. Trotz hoher Kundenakzeptanz geriet der Betrieb in Hessen durch langwierige Rechtsstreitigkeiten um das Hessische Ladenöffnungsgesetz unter Druck, das eine personallose Sonntagsöffnung untersagte. Mit dem Einstieg von Yobsti und der Einbindung in die Großhandelsstrukturen von Edeka zeigt sich nun, dass das Modell der smarten 24/7-Nahversorgung fortgeführt wird, sich die Eigentümer- und Betreiberstrukturen im deutschen Smart-Retail-Markt jedoch neu sortieren. +++













