SG Barockstadt Fulda-Lehnerz – Flutlicht, Freitagabend, Johannisau: Hessenderby gegen Alzenau steht an

Sgb0

Kaum ist der mit etwas Schmuck belegte 1:0-Heimsieg gegen Kickers Offenbach vorüber, folgt das nächste Hessenderby für die SG Barockstadt in der Fußball-Regionalliga Süd. Und das bereits am Freitagabend, wenn das Flutlicht in der Johannisau erleuchtet. Diese Atmosphäre möchte die SGB nutzen, wenn der FC Bayern Alzenau um die Ecke kommt. Anpfiff ist um 19 Uhr.

Es ist das Duell des Zehnten gegen den 15. 39 Punkte der SGB treffen auf 23. Eine klare Sache? Mitnichten. Denn es ist zu erwarten, dass der Gast aus Unterfranken um jeden Zentimeter kämpfen wird. Alzenau, das im fußballerischen Selbstverständnis zu Hessen gehört, regional aber in Bayern liegt, belegt den viertletzten Platz – also den ersten Abstiegsplatz. Denn es ist von vier Direktabsteigern auszugehen in der Vierten Liga, und dieser Weg würde Alzenau wieder in die Hessenliga führen. Dort also, wo auch der Hünfelder SV spielt und kämpft. Das Spiel am Freitagabend könnte auch so etwas wie „eine letzte Chance“ für Alzenau sein – beträgt doch der Rückstand auf Kickers Offenbach, das letzthin in der Johannisau zu Gast war, bereits neun Punkte.

Doch all dies schert Daniyel Cimen wenig. „Wir wissen um Alzenaus Situation“, sagt der SGB-Trainer, und er schätzt den Kontrahenten vorab: Eine sehr spielstarke Mannschaft, die einige sehr enge Ergebnisse hatte. Und viel Ballbesitz pflegt.“ Unumwunden aber lenkt er die Priorität der Betrachtung auf sein Team. „Wir wollen weiter bei uns bleiben. Wir müssen auch am Freitag konzentriert und fokussiert sein. Aber die Jungs machen das gut.“ Die Bilanz der SGB in diesem Jahr liest sich beinahe wie ein kleines Bewerbungsschreiben: 13 Punkte aus sieben Spielen in 2026, 22 aus zehn Spielen – die SGB ist die drittbeste Mannschaft der Rückrunde. „Wir nehmen gerade eine gute Entwicklung“, ergänzt Cimen, „im Vergleich zur Vorrunde gelingt es uns halt, 50:50-Spiele mehr auf unsere Seite zu ziehen. Oder die Partien, die wir unentschieden gespielt haben, gehen jetzt halt zu unseren Gunsten aus.“

Soweit sind alle fit bei der SGB. Sebastian Schmitt, der gegen Offenbach nicht mitwirken konnte, scheint wieder einsatzfähig, „auch wenn noch ein kleines Fragezeichen hinter seinem Einsatz steht“, sagt der Coach, „aber es sieht gut aus“. Max Stadler absolvierte inzwischen Teile des Mannschaftstrainings, ab nächster Woche könnte er wieder voll einsteigen. Ob Schmuck oder nicht, drei Punkte sind im Fußball auch gut. +++ rl

Kommentar verfassen

Banner 1 336 m

Event1

Fdi336 25pt