Solche Spiele mögen Fußballer. Viele Fußballer. Man hat die Gelegenheit, befreit aufzuspielen, hat aber auch gar nichts zu verlieren - und kann überdies dem frisch gekürten Meister der Regionalliga Südwest zeigen, was man kann. Diese Chance ist aber auch als eine Frage des Selbstwertes anzusehen. Beim Namen genannt: Die SG Barockstadt stellt sich beim SV Sonnenhof Großaspach vor. Anstoß am Samstag in der „Wir-machen-Druck-Arena“: 14 Uhr. Es ist das letzte Auswärtsspiel der SGB in dieser Runde.
Das Team aus Fulda hat in dieser Saison - nach einigen Holprigkeiten in der Vorrunde -, eine bemerkenswerte Stabilität entwickelt. Das macht durchaus Mut für die kommende Spielzeit und darauf, mehr Fußball aus Liga Vier in Fulda zu sehen. Doch zunächst bietet das Programm der Liga noch zwei Herausforderungen - ehe das Finale im Hessenpokal am 23. Mai auf dem Bieberer Berg gegen den Drittligisten Wehen Wiesbaden ansteht.
Ob er wegen der Aufgabe in Großaspach ein anderes Gefühl habe als sonst oder wie es denn ist, lautet die Anfrage an Daniyel Cimen. „Eigentlich nicht“, sagt Fuldas Trainer, „es ist nicht besser oder schlechter als sonst. Wobei wir schon wissen, was uns erwartet“. Großaspach spiele sehr variabel und habe - vielleicht das große Plus des Meisters - eine unglaubliche Konstanz entwickelt. Die Mannschaft, die in ihrem Kern zusammen blieb, habe auch sehr wenig Verletzungspech gehabt. Mit dem Ball sei sie sehr flexibel, vorn habe sie mit Fabian Eisele und Michael Kleinschrodt zwei sehr gefährliche Stürmer - und sie sei auch gegen den Ball stark und verteidige gut. Zudem besitze sie mit Maximilian Reule einen starken Rückhalt im Tor.
Die SG Barockstadt schleppt personell einige Probleme mit sich herum. Neben Tim Korzuschek, der die SGB ja verlässt, fehlen am Samstag Kevin Hillmann (Gelb-Rot gegen Freiberg), Marvin Pourié (Schambeinentzündung) und Luis Klein, der am Mittwoch seinen 23. Geburtstag feierte (Bruch des Handknochens unter der Woche). Der Einsatz des Innenverteidigers Aaron Frey (hat mit dem Sprunggelenk zu kämpfen) und von Sebastian Schmitt (Adduktoren-Probleme) ist ungewiss - und Cimen stellt zurecht die Frage, ob es Sinn mache, auf sie zurückzugreifen. Dagegen könnten Max Stadler und David Siebert in den Kader zurückkehren. +++ rl











