Die Planungen für einen Mobilfunkmast der Telekom nahe des Gewerbegebiets in der Gemarkung Leibolz sorgen weiter für Diskussionen. Während in Teilen der Bevölkerung Kritik am Verfahren und Fragen zur Informationspolitik der Gemeinde laut werden, weist Eiterfelds Bürgermeisterin Dana Hauke den Vorwurf mangelnder Transparenz entschieden zurück. Zwar könne sie nachvollziehen, dass ein Bauwerk dieser Größe Fragen und Sorgen auslöse, erklärte Hauke. Die Behauptung, Verwaltung und Bürgermeisterin hätten die Öffentlichkeit nicht ausreichend informiert, sei jedoch nicht nachvollziehbar.
Zur Begründung verweist Hauke auf eine gemeinsam mit der Telekom organisierte Informationsveranstaltung, die am 26. Mai in Leibolz stattfand. Nach Angaben der Bürgermeisterin war die Gemeinde erstmals im September vergangenen Jahres über die Pläne informiert worden. Daraufhin habe die Verwaltung dem Unternehmen umgehend einen umfangreichen Fragenkatalog übermittelt. Darin seien unter anderem Fragen zur Höhe des Mastes, zur Erschließung des Standorts, zur vorgesehenen Kabeltrasse, zu möglichen Auswirkungen auf die Umgebung, zu Alternativstandorten sowie zum Immissionsschutz enthalten gewesen.
Eine Antwort auf diese Fragen sei jedoch über mehrere Monate hinweg ausgeblieben. Die Telekom habe der Gemeinde in diesem Zeitraum keine Rückmeldung gegeben, so Hauke. Deshalb hätten auch der Ortsbeirat und die Verwaltung zunächst nicht über weitergehende Informationen verfügt. „Wer keine Informationen hat, kann auch keine weitergeben“, betont die Bürgermeisterin.
Erst im April 2026 seien mit dem Bauantrag konkrete Unterlagen bei der Gemeinde eingegangen. Bereits am folgenden Tag habe die Verwaltung erneut Kontakt mit dem Vorhabenträger aufgenommen, um weitere Informationen zu erhalten. Am 12. Mai habe schließlich ein Web-Meeting zwischen Mitarbeitenden der Telekom und Vertretern der Gemeinde stattgefunden. Im Anschluss daran sei der Ortsbeirat eingebunden und die Informationsveranstaltung vorbereitet worden, berichtet Hauke.
Mit Blick auf das weitere Verfahren macht die Bürgermeisterin deutlich, dass die Gemeinde nicht die zuständige Genehmigungsbehörde ist. Gleichwohl habe die Kommune ihr Einvernehmen zu dem Vorhaben versagt. Die weitere Entscheidung liege nun beim Landkreis.
Die Gemeinde werde sich dennoch weiterhin aktiv in den Prozess einbringen. Man habe einen Fragenkatalog erstellt, Alternativstandorte vorgeschlagen und den Dialog gesucht, erklärte Hauke. Dies werde auch in Zukunft fortgesetzt.
Zum Abschluss unterstreicht die Bürgermeisterin die Bedeutung eines offenen Austauschs zwischen allen Beteiligten. Die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger würden ernst genommen. Gleichzeitig stellt sie sich vor die Mitarbeitenden der Verwaltung. „Meine Mitarbeitenden machen einen guten Job und haben stets das Wohl der Bürgerinnen und Bürger im Blick“, sagt Hauke. +++ red.













