Hünfelder SV - Das Spielglück verfolgte den HSV nicht am Samstag

Fussball

Solche Tage braucht man nicht. Es läuft halt nicht alles nach Wunsch. Auch in der Rhönkampfbahn nicht. Zunächst zog das Ü35-Team im Halbfinale des Hessenpokals mit 1:2 gegen den TSV Günterfürst den Kürzeren - in der Nachspielzeit. Und wäre das nicht bitter genug, schloss sich der zweite Nackenschlag im Handumdrehen an. Die Hessenliga-Mannschaft des Hünfelder SV überließ der um den Klassenerhalt kämpfenden U21 des Zweitligisten Darmstadt 98 beim 1:3 (1:2) die Punkte.

Der Vergleich begann, wie es nicht besser hätte sein können. Nach vier Minuten zapfte „Jemo“ Kassa seine individuelle Klasse an: Stärke, Fintier-Vermögen, fußballerische Beweglichkeit, gepaart mit Behauptungswille - und zündender Torabschluss aus 18 Metern. Anders ausgedrückt: der Führungstreffer für den HSV. Das frühe 1:0 gab dem Gastgeber allerdings nicht die gewünschte Sicherheit. Denn Darmstadt schlug bald zurück. Und das sogar doppelt. Und sogar binnen nicht mal einer Minute.

In beiden Fällen traf der ebenfalls individuell starke Manolo Merx. Erst, nachdem er sich über rechts durchgesetzt hatte und sein Abschluss aus spitzem Winkel im langen Eck landete, dann nachdem HSV-Keeper Jannis Maul bei der Spieleröffnung ins Dribbling gegangen war - Maul hielt sein Team später aber durch einige Paraden und meisterhafte Abwehraktionen im Spiel. Der Gast hatte das Spiel gedreht - und lag nach nicht mal einer Viertelstunde mit 2:1 vorn.

Darmstadt verdiente sich den Sieg, da das Team schärfer wirkte in seinen Aktionen. War die Partie in Halbzeit eins noch zerfahren, bäumte sich der HSV im zweiten Abschnitt in der Tat auf. Dem zur Pause eingewechselten Maxi Fröhlich (Innenverteidiger Marcel Dücker musste raus, Mark Zentgraf rückte in die Innenverteidigung, Max Vogler ging auf die Position des rechten Außenverteidigers zurück) boten sich zwei vortreffliche Chancen zum Ausgleich - beide per Kopf. Beide aber brachten nichts ein. Der HSV mühte sich vergeblich.

Johannes Helmke hatte zum Schluss eine passende Erklärung bereit. „Einerseits gibt es solche Spiele“. Stolz lag in seiner Stimme - hatte die Mannschaft des Hünfelder Trainers doch eine glänzende Bilanz im Jahr 2026 hin. Eine andere Note aber schloss er an. „Wenn wir in der Hessenliga punkten wollen, müssen wir eine Schippe drauflegen.“ Auch das passte. Und die Kombination aus beiden Sichtweisen traf ins Herz. Am Tag, der so gar nicht passen wollte in der Rhönkampfbahn.

Hünfelder SV: Maul - Zentgraf, Dücker (46. Fröhlich), Häuser, Zöll - Kemmerzell, Uth - Vogler, Kassa, Kümmel (62. Lindemann) - Paliatka (62. Trägler)

Darmstadt U21: Börner - Kunstmann, Karakaya (90.+3 Dos Santos Pereira), Maier (56. Steineck), Kadrijaj, Klappich (86. Alagi), Mignano (68. Schlosser), Görtler, Merx, Arnold

Schiedsrichter: Fabian Bierau

Tore: 1:0 Jemal Kassa (5.), 1:1, 1:2, 1:3 alle Manolo Merx (12., 13., 78.) +++ rl

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