Zweifellos den Charakter einer Herausforderung heftet der Aufgabe der Hessenliga-Fußballer des Hünfelder SV am Samstag an. Die Reise führt sie zum SV Hummetroth; der Vergleich findet auf dem Kunstrasenplatz in Erbach im südlichen Odenwald statt, Anstoß ist um 15 Uhr in Höchster Stadtteil.
Der Dreizehnte der Tabelle, der gegenwärtig den Abstiegs-Relegationsplatz einnimmt, trifft auf den 7. der Rangliste aus Hünfeld. Hummetroth spielte eine glänzende Vorrunde, ist mittlerweile aber stark abgerutscht. Und das, obwohl mit dem Torjäger der Hessenliga schlechthin, Halil Yildiz und dem Ex-Barockspieler Dominik Wüst als außerordentlich betitelte Verstärkungen kamen in der Winterpause - mittlerweile sind sie seit Kurzem bei Hünfelds als finanzstark bekannten Gastgeber vom Samstag nicht mehr aktiv. „Hummetroth ist eine sehr ambitionierte Mannschaft, die daraus auch keinen Hehl macht. Sie hat aber gemerkt, dass es in der starken Hessenliga nicht so einfach ist. Dennoch hat sie natürlich richtig Qualität im Kader“, sagt Hünfelds Trainer Johannes Helmke dazu.
Was elementar und für den HSV vorrangig ist, das verdeutlicht der Coach im selben Atemzug. „Wir sind in der Situation, vermehrt auf uns zu schauen. Wir sind stabil. Das gibt uns Selbstvertrauen. Wir glauben, dass wir auch enge Spiele gewinnen können.“ Schmucke Basis dieser Worte: 13 Punkte holte der HSV aus sechs Spielen dieses Jahres. Rechner man den Sieg in Eiterfeld beim Einzug ins Finale des Kreispokals hinzu, kommt der Hünfelder SV gar auf fünf Siege.
Besondere und heikle Fußnoten sind in Hünfelds Prüfung am Samstag dennoch versteckt. In den letzten Wochen hat sich der HSV - wie erwähnt -, beharrlich etwas Luft zu den Abstiegsrängen verschafft; diese Situation war Ende vergangenen Jahres durch einige nicht so gute Ergebnisse eingetreten. Zudem möchte Hünfeld zeigen, dass der HSV ein besseres Resultat als das 0:4 im Hinspiel erreichen kann. Und drittens wäre es eine Woche vor dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurts U21 nicht schlecht, noch einmal zu punkten. Im Übrigen bietet die personelle Situation beim Hünfelder SV gute Voraussetzungen: alle Spieler sind fit. Und jetzt gilt es, wenige Tage nach der launigen Feier zum 40. Geburtstag des Trainers auch auf dem Platz ein Team zu bilden. Im Fußball heißt das immer: punkten. +++ rl












