Die Fußballer des Hünfelder SV sind dicke drin im Geschäft der Hessenliga. Am Samstagnachmittag nahmen sie auch die Auswärtshürde beim SV Hummetroth im Odenwald und setzten sich auf dem Kunstrasenplatz in Erbach mit 3:2 (1:1) durch. Der HSV lieferte erneut einen Beweis seiner Festigkeit - und zeigt sich sehr stabil im Jahr 2026: Im siebten Punktspiel gelang dem Team aus Osthessen der fünfte Sieg - heraus kommt die hübsche Bilanz von 16 Punkten. Nette Folge: Hünfeld schob sich in der Tabelle auf Rang sechs vor - und fordert in seiner nächsten Aufgabe am Freitag (18.15 Uhr, Rhönkampfbahn) den Spitzenreiter und designierten Meister, die U21 des Bundesligisten Eintracht Frankfurt, heraus.
Die launige Stimmung nach Auswärtssiegen des Hünfelder SV ist bekannt - zumal sie nach einer solch langen Fahrt vom Odenwald zurück erfolgt. Entsprechend genossen die Spieler den Erfolg. Im Spiel reifte die wichtige Erkenntnis, dass der HSV eine passende Reaktion auf eine Drangphase des Gegners parat hat - und darauf antworten kann. Doch später mehr dazu. Nach Hünfelds früher Führung durch Sven Kemmerzells Kopfball passierte Folgendes. Während der HSV nach Chancen von Lindemann (13.) und Zentgraf (21.) - in beiden Fällen war Hummetroths Keeper Leonhard zur Stelle das 2:0 hätte erzielen können, antwortete der Kontrahent. Der Gast ließ Hummetroth ins Spiel.
Zunächst parierte Hünfelds Keeper Jannis Maul gegen Raitz hervorragend (29.), wenige Minuten später traf Hummetroths Doppel-Torschütze Giuseppe Signorelli die Latte - nachdem er zum 1:1 ausgeglichen hatte. Glück also für den HSV, der in dieser Phase und auch in der ersten Viertelstunde nach Wiederbeginn die spielerische Substanz des Kontrahenten spürte. Fast schmerzhaft, als sich erneut Signorelli eine Doppel-Chance bot (53.)
Doch der HSV sammelte sich - und schlug zurück. Nachdem Maxi Fröhlich das 2:1 nach vortrefflicher Kopfball-Chance liegen gelassen hatte (61.), betrat die „Maschine“ die Bühne. Mit einem Doppelpack und zwei Toren binnen neun Minuten stellte Marcel Trägler auf 3:1. Beim 2:1 (66.) verwertete er ein vertikales Anspiel, mit dem Treffer zum 3:1 (75.) glückte ihm sein zehntes Saisontor. Zwischen diesen beiden Toren hätte Raitz auf 2:2 stellen können (71.) - und Uth, vom eingewechselten Kassa bedient, hätte schon vor Träglers zweitem Tor das 3:1 für den HSV erzielen können. Und die Partie blieb abwechslungsreich bis zum Schluss. Maul hielt Gräfs Kopfball - und Signorellis zweiter Treffer, ebenfalls per Kopf, fiel weit in der Nachspielzeit.
Das aber änderte nichts mehr an Hünfelds Sieg. Und wieder einmal freuten sich die HSV-Kicker und alle, die die weite Reise in den Odenwald angetreten hatten, auf die lange Heimfahrt.
SV Hummetroth: Leonhard - Vrelka, Hamm, Mladenovic, Signorelli, Klein (76. Berger), Raitz, Zehnder, Pfeiffer (76. Sommer), Silva de Oliveira, Agha
Hünfelder SV: Maul - Zentgraf, Dücker, Gadermann, Zöll (64. Häuser) - Kemmerzell, Uth - Paliatka (80. Vogler), Lindemann (62. Kassa), Fröhlich - Trägler
Schiedsrichter: Michele Abbondanza
Tore: 0:1 Sven Kemmerzell (6.), 1:1 Giuseppe Signorelli (32.), 1:2 Marcel Trägler (66.).1:3 Marcel Trägler (75.), 2:3 Giuseppe Signorelli (90.+5) +++ rl













