Die Gemeinde Großenlüder und die RhönEnergie Gruppe haben eine umfassende Modernisierung der kommunalen Straßenbeleuchtung vereinbart. Mit der Unterzeichnung des Vertrags setzt Großenlüder als erste von insgesamt 34 Kommunen in der Region eine gemeinsam von RhönEnergie und den Bürgermeistern erarbeitete Rahmenvereinbarung konkret um.
Bürgermeister Florian Fritzsch hob die Bedeutung des Projekts hervor. Er zeigte sich erfreut darüber, dass Großenlüder in Fragen der Straßenbeleuchtung eine Vorreiterrolle einnehme, und verwies zugleich auf die enge Zusammenarbeit mit dem Versorger bei der Ausarbeitung des Vertragswerks. Auch Martin Heun, Sprecher der Geschäftsführung der RhönEnergie Gruppe, betonte den gemeinsamen Anspruch, die Infrastruktur weiterzuentwickeln. Das Vorhaben stehe für einen Ansatz, bei dem Kommunen und Energieversorger gemeinsam an wirtschaftlichen und zugleich umweltschonenden Lösungen arbeiteten.
Im Zuge der Modernisierung sollen in Großenlüder sämtliche 1.170 Straßenlaternen auf energieeffiziente LED-Technik umgerüstet werden. Ergänzend ist die Installation von 39 neuen Schaltschränken vorgesehen, die eine bedarfsgerechte und intelligente Steuerung der Beleuchtung ermöglichen. Die Umstellung bringt nach Angaben der Beteiligten eine deutliche Reduzierung des Energieverbrauchs mit sich: Moderne LED-Leuchten benötigen gegenüber herkömmlicher Technik bis zu 70 Prozent weniger Strom. Für die Gemeinde bedeutet dies eine jährliche Entlastung der Betriebskosten um rund 20.000 Euro. Die neuen Schaltschränke sollen noch im laufenden Jahr errichtet werden.
Mit dem Vertrag werde der eingeschlagene Kurs hin zu einer wirtschaftlichen und zugleich umweltverträglichen Infrastruktur fortgesetzt, sagte Fritzsch. Zugleich schafft die Vereinbarung die Grundlage für einen schrittweisen Ausbau zu einer sogenannten intelligenten Straßenbeleuchtung. Dazu zählen unter anderem individuell steuerbare Dimmprofile sowie der Einsatz von Bewegungssensoren.
Bei der Planung wurden auch ökologische Gesichtspunkte berücksichtigt. Die neuen Leuchten werden so ausgerichtet, dass das Licht gezielt nach unten abstrahlt und damit die Lichtverschmutzung reduziert wird. Zudem ist ein verringerter Blaulichtanteil vorgesehen, um Insekten zu schützen und den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus weniger zu beeinträchtigen.
Der Vertrag regelt Bau, Betrieb, Wartung, Steuerung und Vergütung der Straßenbeleuchtung und ist auf eine Laufzeit von 20 Jahren angelegt. Damit wird der Rahmen für eine langfristige Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde und der RhönEnergie Gruppe abgesteckt. +++














