Grebenhainer Kardiologe Plücker kooperiert mit Krankenhaus Eichhof und baut Versorgung im Vogelsberg aus

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Sie stehen wieder gemeinsam am Tisch (von links): Belegarzt Kardiologie Tobias Plücker, Funktionsleitung Xenia Schönfeld, Eichhof Oberarzt Kalin Gospodinov und Eichhof Geschäftsführer Thomas Faust. Foto: privat

Es ist eine Rückkehr an einen vertrauten Ort – und zugleich ein Schritt, der die medizinische Versorgung im Vogelsberg enger verzahnen soll. Der frühere Eichhof-Chefarzt Tobias Plücker arbeitet seit dem Frühjahr wieder mit dem Lauterbacher Krankenhaus zusammen. Der Internist und Kardiologe ist dort nun als Belegarzt tätig, parallel führt er in Grebenhain seine eigene Praxis für Innere Medizin und Kardiologie. Innerhalb nur eines Jahres hat sich die Praxis mit sechs Mitarbeitenden und nahezu 4.000 Patientenfällen zu einer festen Größe in der regionalen Versorgung von Herzpatienten entwickelt.

Für Plücker bedeutet die neue Konstellation vor allem eines: kurze Wege und vertraute Abläufe. Er kenne das Team am Eichhof seit vielen Jahren, sagt der Mediziner, und könne sich dadurch schnell einbringen. Gleichzeitig entstehe für seine Patientinnen und Patienten eine wohnortnahe Versorgung mit enger Anbindung an das Krankenhaus. „Medizin aus einer Hand“ nennt Plücker das Prinzip, das hinter der Kooperation steht.

Einmal pro Woche betreut der Kardiologe seine Patienten derzeit im Herzkatheterlabor des Lauterbacher Krankenhauses. In Notfällen könne er kurzfristig vor Ort sein. Sollte eine weiterführende Behandlung notwendig werden, greift das Netzwerk des Eichhofs mit Partnerkliniken wie dem Klinikum Fulda. Auch innerhalb der Fachabteilung wird die Rückkehr des erfahrenen Kardiologen positiv aufgenommen. Xenia Schönfeld, Funktionsleiterin des Herzkatheterlabors, spricht von einer Zusammenarbeit, die vom ersten Tag an reibungslos funktioniert habe. Die Begeisterung darüber teile das gesamte Team.

Auch die Leitung der Inneren Medizin und Kardiologie sieht in der Kooperation einen Gewinn. Chefarzt Dr. Christian Schultze verweist darauf, dass insbesondere Patienten aus dem südlichen Vogelsbergkreis über Tobias Plücker nach Lauterbach kämen und damit das Einzugsgebiet erweitert werde. Oberarzt Kalin Gospodinov betont den Vorteil für stationär behandelte Patienten: Die Versorgung erfolge zunächst im Krankenhaus, in der Nachbehandlung bleibe jedoch der vertraute Arzt Ansprechpartner. Gerade für Menschen mit Herzerkrankungen sei diese Kontinuität eine spürbare Erleichterung.

Krankenhausgeschäftsführer Thomas Faust spricht von einer klassischen „Win-win-Situation“. Die Grundlage bildet ein Belegarztvertrag, der nur mit niedergelassenen Fachärzten möglich ist. Gerade in ländlichen Regionen werde sichtbar, wie wichtig solche Kooperationen seien, weil nicht jedes Krankenhaus über ein eigenes Herzkatheterlabor verfüge. Bei Herzerkrankungen entscheide oft jede Minute, sagt Faust. Die Zusammenarbeit könne helfen, diese Versorgungslücke zu schließen. Zugleich spiele die zusätzliche Auslastung des Herzkatheterlabors angesichts der laufenden Krankenhausreform eine wichtige Rolle für den Standort Lauterbach. Der Geschäftsführer verweist auf die große Erfahrung Plückers und darauf, dass Patienten seiner Praxis nun bestmöglich vor Ort versorgt werden könnten.

Für Tobias Plücker selbst überwiegt vor allem der praktische Nutzen für die Betroffenen. Die Nähe zum nächsten Krankenhaus mit Herzkatheterlabor und schnelle medizinische Hilfe seien entscheidende Faktoren für eine optimale Behandlung. Die Kooperation mit dem Eichhof bedeute deshalb eine deutliche Verbesserung der Versorgung. Dass ihn viele ehemalige Kolleginnen und Kollegen dabei so herzlich empfangen hätten, freue ihn zusätzlich. +++ red.

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