Die ersten Partien der Fußball-Weltmeisterschaft haben für reichlich Spannung gesorgt. Ghana sicherte sich gegen Panama erst in letzter Sekunde den Sieg, England setzte mit einem torreichen Erfolg gegen Kroatien ein deutliches Ausrufezeichen, während Portugal trotz früher Führung gegen die DR Kongo nicht über ein Unentschieden hinauskam.
Ghana gewann seine Auftaktpartie gegen Panama mit 1:0 und verdankte den Erfolg einem Treffer tief in der Nachspielzeit. Caleb Yirenkyi erzielte in der 90.+5 Minute das entscheidende Tor, nachdem Semenyo den Angriff an der Mittellinie eingeleitet und Thomas-Asante auf der linken Seite in Szene gesetzt hatte. Dessen flache Hereingabe verwertete Yirenkyi aus kurzer Distanz. Dabei hatte zunächst vieles für Panama gesprochen. Bereits in der zweiten Minute bot sich Waterman die große Chance zur Führung, doch Ghanas Torhüter Ati-Zigi parierte den Schuss aus vollem Lauf. Panama bestimmte die Anfangsphase, konnte daraus jedoch keine weiteren zwingenden Möglichkeiten entwickeln. Nach dem Seitenwechsel steigerte sich Ghana deutlich, erhöhte den Druck und drängte auf den Führungstreffer. Trotz mehrerer Wechsel auf beiden Seiten blieb die Begegnung lange ohne Tor, ehe Yirenkyi in der Nachspielzeit zuschlug. Panama warf anschließend noch einmal alles nach vorne, kam jedoch nicht mehr zu gefährlichen Abschlüssen. Ghana verteidigte den knappen Vorsprung bis zum Schlusspfiff und sicherte sich einen hart erkämpften Erfolg.
England feierte im ersten Gruppenspiel der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 einen überzeugenden 4:2-Erfolg gegen Kroatien. Harry Kane brachte seine Mannschaft in der 12. Minute per Elfmeter früh in Führung, doch Kroatien zeigte sich davon unbeeindruckt und kam in der 36. Minute durch ein Traumtor von Martin Baturina zum Ausgleich. Kurz vor der Pause traf Kane nach einer Ecke per Kopf erneut zur englischen Führung, doch auch darauf fand Kroatien eine Antwort. Petar Musa erzielte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte das 2:2. Direkt nach dem Seitenwechsel erwischte England den besseren Start. Jude Bellingham brachte seine Mannschaft in der 47. Minute mit einem Treffer aus spitzem Winkel erneut in Führung. In der Folge kontrollierte das Team von Trainer Thomas Tuchel die Partie und ließ den Kroaten kaum noch Möglichkeiten. Marcus Rashford sorgte schließlich in der 85. Minute mit einem präzisen Schlenzer ins lange Eck für den 4:2-Endstand. England präsentierte sich nach der Pause deutlich stabiler und setzte mit dem Sieg ein erstes Ausrufezeichen im Turnier. Als nächstes wartet Ghana, während Kroatien im kommenden Spiel auf Panama trifft.
Portugal musste sich in der Gruppe K mit einem 1:1 gegen die DR Kongo begnügen. Die Portugiesen erwischten den besseren Start und gingen bereits in der sechsten Minute in Führung. Pedro Neto flankte präzise in den Strafraum, wo Joao Neves per Kopf zum 1:0 traf. Portugal kontrollierte anschließend über weite Strecken den Ballbesitz, fand gegen die kompakte Defensive der DR Kongo jedoch kaum Lücken. Bernardo Silva sah in der 13. Minute nach einem harten Einsteigen die Gelbe Karte, Chancel Mbemba wurde in der 32. Minute ebenfalls verwarnt. Kurz vor der Pause gelang der DR Kongo der Ausgleich. In der fünften Minute der Nachspielzeit der ersten Hälfte köpfte Yoane Wissa nach einer Flanke von Arthur Masuaku zum 1:1 ein und erzielte damit den ersten WM-Treffer der DR Kongo überhaupt. Auch nach dem Seitenwechsel blieb Portugal die spielbestimmende Mannschaft, ohne sich entscheidende Chancen zu erarbeiten. Die DR Kongo verteidigte diszipliniert und setzte immer wieder auf schnelle Umschaltaktionen. Trotz mehrerer Wechsel auf beiden Seiten änderte sich am Ergebnis nichts mehr. Am Ende stand ein leistungsgerechtes Unentschieden.
Auch Kolumbien ist mit einem Erfolg in die Weltmeisterschaft gestartet. Die Südamerikaner setzten sich in der Gruppe K mit 3:1 gegen WM-Debütant Usbekistan durch und untermauerten damit ihre Favoritenrolle. Lange Zeit entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, ehe Daniel Munoz Kolumbien in der 40. Minute nach einer gefühlvollen Flanke von Luis Diaz in Führung brachte. Munoz hob den Ball über den herausstürzenden Torhüter und sorgte damit für den verdienten Pausenstand. Usbekistan, das erstmals an einer Weltmeisterschaft teilnimmt, zeigte sich nach dem Seitenwechsel unbeeindruckt und kam in der 60. Minute zum Ausgleich. Abbosbek Fayzullaev reagierte nach einem abgefälschten Schuss am schnellsten und köpfte zum 1:1 ein. Die Antwort Kolumbiens folgte jedoch nur wenige Minuten später. In der 65. Minute brachte Luis Diaz seine Mannschaft erneut in Führung, als sein Abschluss dem Torhüter unglücklich durch die Hände ins Netz rutschte. In der langen Nachspielzeit machte Jaminton Campaz schließlich alles klar. In der 99. Minute verwertete er eine scharfe Hereingabe von Cucho Hernandez zum 3:1-Endstand. Usbekistan stemmte sich bis zum Schluss gegen die Niederlage und hielt phasenweise gut mit, konnte den erfahrenen Kolumbianern jedoch keine weiteren Probleme bereiten. Kolumbien kontrollierte über weite Strecken das Spielgeschehen, agierte vor dem Tor konsequent und sicherte sich zum Auftakt wichtige Punkte. +++ red.









