Wer in den vergangenen Wochen das Sportbad Ziehers in Fulda besuchte, traf dort nicht nur auf Schwimmer, Sportler und Familien, sondern auch auf großformatige Kunstwerke, die genau diesen Ort zum Thema machten. Drei farbenfrohe Leinwände mit Szenen aus dem Schwimmbadalltag hingen an den Wänden des Bades und verwandelten die Umgebung für viele Besucher unerwartet in einen Ausstellungsraum. Die Motive zeigten Wasser in Bewegung, Spiegelungen auf der Oberfläche und Momente voller Dynamik – dort präsentiert, wo sie ihren Ursprung haben.
Entstanden sind die Arbeiten im Kunstunterricht der Klassen 6e und 6f der Rabanus-Maurus-Schule, Domgymnasium Fulda. Gemeinsam mit ihrer Kunstlehrerin Julia Strathmann beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit dem Thema Wasser und der Frage, wie sich dessen besondere Atmosphäre künstlerisch einfangen lässt. Schnell entwickelte sich daraus ein Projekt, das weit über klassische Stillleben oder Landschaftsstudien hinausging. Die jungen Künstlerinnen und Künstler konzentrierten sich auf Bewegung, Farben und die Energie des Schwimmbads – verspielt, lebendig und mit deutlicher Freude am Experiment.
Gerade die Entscheidung, die Werke direkt im Sportbad auszustellen, verlieh dem Projekt eine besondere Wirkung. Die Bilder standen nicht losgelöst in einem neutralen Raum, sondern begegneten den Badegästen unmittelbar im Alltag. Zwischen Schwimmbecken, Wassergeräuschen und Sportbetrieb entstand ein direkter Bezug zwischen Kunst und Wirklichkeit. Viele Besucher blieben stehen, betrachteten die Werke und entdeckten vertraute Szenen plötzlich aus einer anderen Perspektive.
Unterstützt wurde das Projekt von der RhönEnergie Fulda sowie dem Team des Sportbads Ziehers rund um Leiterin Joys Rupprecht. Auch die Fachschaft Kunst des Domgymnasiums war maßgeblich beteiligt. Neben Initiatorin Julia Strathmann begleiteten Ulrich Hrasky, der die begleitenden Plakate gestaltete, sowie Andrea Trapp das Vorhaben.
Mit „Badespaß in Bildern“ ist ein Projekt entstanden, das Schule und Öffentlichkeit auf ungewöhnliche Weise verbindet. Die Ausstellung zeigt, wie kreative Arbeiten junger Menschen außerhalb des Klassenzimmers wirken können – besonders dann, wenn Kunst genau dort gezeigt wird, wo ihr Motiv lebendig ist.
Weitere Arbeiten des Projekts sind noch bis zum 31. Mai 2026 im Stadtschloss Fulda vor den Spiegelsälen zu sehen. +++













