Frankreich, Norwegen und Mexiko ziehen ins Achtelfinale der Fußball-WM ein

Fussball1

Frankreich, Norwegen und Gastgeber Mexiko haben das Sechzehntelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft erfolgreich überstanden, allerdings auf unterschiedliche Weise. Während Frankreich Schweden deutlich beherrschte und Mexiko vor eigenem Publikum souverän auftrat, musste Norwegen bis in die Schlussphase kämpfen, um sich gegen die Elfenbeinküste den Einzug in die nächste Runde zu sichern.

Frankreich setzte sich mit 3:0 gegen Schweden durch und unterstrich eindrucksvoll seine Ambitionen im weiteren Turnierverlauf. Die Mannschaft bestimmte die Begegnung von Beginn an, kontrollierte das Spielgeschehen und überzeugte insbesondere mit ihrer Durchschlagskraft in der Offensive. Kurz vor der Pause brachte Kylian Mbappé seine Mannschaft in Führung, nachdem Michael Olise eine schnell ausgeführte Ecke eingeleitet und Ousmane Dembélé den entscheidenden Pass gespielt hatte. Mbappé vollendete in der 45. Minute mit einem platzierten Schuss ins lange Eck.

Auch nach dem Seitenwechsel ließ Frankreich keinen Zweifel an seiner Überlegenheit aufkommen. Bradley Barcola erhöhte in der 53. Minute nach einer weiteren präzisen Vorlage von Olise auf 2:0. Den Schlusspunkt setzte erneut Mbappé, der in der 74. Minute nach einem sehenswerten Zuspiel von Olise den schwedischen Torhüter Jacob Zetterström mit einem Schuss ins lange Eck zum 3:0 überwand.

Schweden kam zwar durch Alexander Isak und Elliot Stroud zu einigen vielversprechenden Möglichkeiten und zeigte insbesondere in der ersten Halbzeit offensive Ansätze, fand jedoch kein Mittel gegen die konzentriert auftretende französische Defensive. Frankreich präsentierte sich dagegen über die gesamte Spielzeit kontrolliert und effizient und bestätigte damit seine Rolle als einer der Titelanwärter.

Im Achtelfinale trifft Frankreich am Samstag auf Paraguay, das zuvor Deutschland aus dem Turnier geworfen hatte. Der Sieger dieser Begegnung spielt im Viertelfinale gegen Kanada oder Marokko.

Deutlich ausgeglichener verlief das Duell zwischen Norwegen und der Elfenbeinküste. Die Norweger setzten sich in Dallas mit 2:1 durch und entschieden die Partie erst in der Schlussphase für sich. In der Anfangsphase begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe, wobei die Elfenbeinküste leichte Feldvorteile besaß und vor allem über Nicolas Pepe immer wieder gefährlich vor das norwegische Tor kam.

Mit zunehmender Spieldauer fand Norwegen besser in die Begegnung und ging kurz vor der Pause in Führung. Antonio Nusa zog nach einem Angriff über die linke Seite nach innen und traf in der 39. Minute mit einem Schlenzer aus rund 14 Metern zum 1:0. Wenig später verpasste Erling Haaland den zweiten Treffer, als sein Abschluss aus kurzer Distanz noch geblockt wurde.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte die Elfenbeinküste den Druck. Nicolas Pepe scheiterte zunächst an Torhüter Orjan Nyland, ehe Norwegen seinerseits eine große Gelegenheit ungenutzt ließ. Nach einer Ecke klärte Amad Diallo in der 67. Minute einen Abschluss von Andreas Heggem auf der Torlinie.

Der Ausgleich fiel schließlich in der 74. Minute. Nicolas Pepe setzte Amad Diallo mit einem präzisen Pass ein, der sich im Strafraum behauptete und den Ball zum 1:1 an Nyland vorbeischob. Vieles sprach anschließend für eine Verlängerung, doch Norwegen nutzte eine seiner letzten Chancen konsequent. Oscar Bobb leitete den entscheidenden Angriff ein, Patrick Berg spielte den Ball flach in die Mitte, wo Erling Haaland in der 86. Minute aus kurzer Distanz zum 2:1 einschob.

In den Schlussminuten drängte die Elfenbeinküste auf den erneuten Ausgleich, ohne sich jedoch noch klare Torchancen zu erspielen. Stattdessen bot sich Haaland in der Nachspielzeit sogar die Möglichkeit zum dritten norwegischen Treffer, sein Abschluss verfehlte das Tor.

Mit dem späten Erfolg zieht Norwegen ins Achtelfinale ein und trifft dort auf Brasilien.

Auch Gastgeber Mexiko erreichte die Runde der letzten 16 mit einem souveränen 2:0-Erfolg gegen Ecuador. Die wegen eines Gewitters um eine Stunde verspätet angepfiffene Begegnung in Mexiko-Stadt war aus Sicht der Mannschaft von Trainer Javier Aguirre zu keinem Zeitpunkt ernsthaft gefährdet. Vor heimischem Publikum übernahm „El Tri“ früh die Kontrolle und belohnte sich in der 22. Minute mit der Führung. Julian Quinones verwertete einen Pass von Roberto Alvarado und traf aus halblinker Position präzise ins linke Eck. Nur neun Minuten später baute Raul Jimenez den Vorsprung aus. Nach einem Doppelpass mit Quinones schloss er aus zentraler Position mit einem Schuss ins rechte Kreuzeck zum 2:0 ab.

Ecuador bemühte sich nach dem Seitenwechsel um mehr Offensivaktionen, fand gegen die gut organisierte mexikanische Defensive jedoch kaum Räume. Mexiko blieb seinerseits gefährlich und verpasste durch Raul Jimenez sowie Gilberto Mora einen höheren Sieg. In den letzten beiden Spielminuten musste Ecuador nach einer Roten Karte gegen Piero Hincapie in Unterzahl auskommen, weitere Treffer fielen jedoch nicht mehr.

Mexiko trifft im Achtelfinale am Montag um 2 Uhr deutscher Zeit erneut im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt auf den Sieger der Begegnung zwischen England und der Demokratischen Republik Kongo.

Mit Frankreich, Norwegen und Mexiko haben sich drei Mannschaften auf unterschiedliche Weise für das Achtelfinale qualifiziert. Während Frankreich und Mexiko ihre Gegner über weite Strecken kontrollierten und früh für klare Verhältnisse sorgten, bewies Norwegen in einer umkämpften Partie die größere Effizienz in der entscheidenden Phase. +++ red.

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