Beliebte Babynamen Sophia und Noah bleiben spitze

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Manche Namen kommen und gehen, andere halten sich über Jahre an der Spitze. Bei den beliebtesten Vornamen des Jahres 2025 zeigt sich beides zugleich. Während Sophia beziehungsweise Sofia und Noah ihre Führungspositionen erneut behaupten, rücken andere Namen mit bemerkenswerter Dynamik nach vorn. Die aktuelle Auswertung der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) zeichnet das Bild einer Gesellschaft, die bei der Namenswahl gleichermaßen auf Verlässlichkeit und neue Vorlieben setzt.

Bei den Mädchen führt Sophia beziehungsweise Sofia mit einem Anteil von 1,33 Prozent aller vergebenen Erstnamen erneut die Rangliste an. Dahinter haben Emma und Emilia die Plätze getauscht. Emma verbessert sich auf Rang zwei, Emilia folgt auf Platz drei. Komplettiert werden die Top Ten durch Mia, Lina, Ella, Hanna beziehungsweise Hannah, Klara beziehungsweise Clara, Mila sowie Lia beziehungsweise Liah.

Auch bei den Jungen bleibt die Spitze unverändert. Noah ist mit einem Anteil von 1,48 Prozent aller vergebenen Erstnamen weiterhin die unangefochtene Nummer eins. Dahinter folgen Mat(h)eo beziehungsweise Matt(h)eo und Theo. Besonders auffällig ist der Aufstieg von Theo, der sich innerhalb der Top Ten deutlich verbessert hat. Noch größer fällt der Sprung bei Leo aus: Der Name kletterte von Platz zwölf auf Rang vier. Zu den beliebtesten Jungennamen zählen außerdem Emil, Leon, Elias, Paul, Luca beziehungsweise Luka sowie Henry beziehungsweise Henri.

„Noah und Sophia sind längst mehr als Modenamen – sie haben sich als moderne Klassiker etabliert. Gleichzeitig zeigt der Aufstieg von Theo und Leo, dass kurze, prägnante Namen bei vielen Eltern besonders gefragt sind“, erklärt die Geschäftsführerin der GfdS, Dr. Andrea-Eva Ewels.

Die Ranglisten machen deutlich, dass Eltern zwar offen für Veränderungen sind, radikale Brüche bei der Namenswahl aber selten vorkommen. Viele der Spitzenreiter begleiten bereits mehrere Jahrgänge. Veränderungen zeigen sich eher in Nuancen, wenn einzelne Namen langsam an Popularität gewinnen oder Plätze tauschen. Die Vorliebe für kurze, leicht auszusprechende Namen scheint dabei ein beständiger Trend zu sein.

Die Auswertung offenbart zudem erhebliche regionale Unterschiede. Im Süden Deutschlands werden christliche und biblische Namen häufiger vergeben als im Norden. Auch zwischen Ost- und Westdeutschland bestehen weiterhin unterschiedliche Vorlieben. Neben religiösen Einflüssen prägen Tradition, Geschichte und regionale Identität die Entscheidung vieler Eltern.

Ein etwas anderes Bild ergibt sich, wenn nicht nur die Erstnamen, sondern sämtliche vergebenen Vornameneintragungen berücksichtigt werden. In dieser Gesamtliste führen bei den Mädchen Marie, Sophie beziehungsweise Sofie und Maria die Rangfolge an. Bei den Jungen liegen Noah, Mat(h)eo beziehungsweise Matt(h)eo und Paul auf den ersten drei Plätzen.

Für die ausführliche Erhebung wertete die Gesellschaft für deutsche Sprache die Daten von 749 Standesämtern aus ganz Deutschland aus. Übermittelt wurden mehr als 830.000 Einzelnamen. Damit sind nahezu 91 Prozent aller im Jahr 2025 vergebenen Vornamen erfasst. Insgesamt wurden fast 65.000 verschiedene Namen gemeldet. Seit 1977 veröffentlicht die GfdS diese Übersicht auf Grundlage der Daten deutscher Standesämter und dokumentiert damit Jahr für Jahr, wie Eltern ihre Kinder nennen – und wie sich gesellschaftliche Vorlieben im Kleinen verändern. +++ red.

Die beliebtesten Erstnamen 2025 im Überblick
Mädchen:

Sophia/Sofia (Vorjahr: 1) – 1,33 Prozent
Emma (3) – 1,25 Prozent
Emilia (2) – 1,25 Prozent
Mia (4) – 1,01 Prozent
Lina (5) – 1,00 Prozent
Ella (7) – 0,94 Prozent
Hanna/Hannah (6) – 0,92 Prozent
Klara/Clara (9) – 0,92 Prozent
Mila (8) – 0,89 Prozent
Lia/Liah (10) – 0,86 Prozent

Jungen:

Noah (1) – 1,48 Prozent
Mat(h)eo/Matt(h)eo (2) – 1,32 Prozent
Theo (7) – 1,08 Prozent
Leo (12) – 1,08 Prozent
Emil (8) – 1,05 Prozent
Leon (3) – 1,03 Prozent
Elias (9) – 1,03 Prozent
Paul (5) – 1,02 Prozent
Luca/Luka (4) – 1,02 Prozent
Henry/Henri (6) – 1,00 Prozent

Die angegebenen Prozentwerte beziehen sich auf den Anteil an allen vergebenen weiblichen beziehungsweise männlichen Erstnamen. Lautgleiche Schreibvarianten wie Sophia/Sofia oder Mat(h)eo/Matt(h)eo wurden wie in den Vorjahren zusammengefasst. Die Platzierung des Vorjahres ist jeweils in Klammern angegeben.

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