Aus für „Sprach-Kitas“: 16 Einrichtungen im Landkreis Fulda von Kürzungen betroffen

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Die hessische Landesregierung will das Programm „Sprach-Kitas“ Ende des Jahres 2026 auslaufen lassen. Von der Entscheidung sind landesweit 500 Kindertagesstätten betroffen, die bislang zusätzliche Unterstützung für die Sprachförderung von Kindern mit besonderem Förderbedarf erhalten. Auch im Landkreis Fulda könnte die Maßnahme spürbare Folgen haben: Dort würden in 16 Einrichtungen die bislang über das Programm finanzierten Fachkräfte wegfallen.

Das Förderprogramm richtet sich an Kitas mit einem überdurchschnittlich hohen Anteil von Kindern, die besondere sprachliche Unterstützung benötigen. Die Einrichtungen erhalten dafür in der Regel eine zusätzliche Fachkraft, die die pädagogischen Teams bei der Sprachförderung unterstützt und Kinder gezielt begleitet.

Kritik an der Entscheidung kommt von der Grünen-Landtagsfraktion. Der für den Landkreis Fulda zuständige Landtagsabgeordnete Daniel May sieht in dem Schritt einen weiteren Einschnitt im Bildungsbereich. „Mit der Entscheidung der Landesregierung würden Sprachförderkräfte in 500 hessischen Kitas wegfallen. Nach Kürzungen bei den Integrierten Gesamtschulen und dem Sozialindex ist das Aus für die ‚Sprach-Kitas‘ der nächste Kahlschlag bei der Bildung in Hessen. CDU und SPD kürzen erneut genau dort, wo besondere Unterstützung notwendig ist. Wir fordern die Landesregierung auf, das erfolgreiche Programm fortzuführen“, erklärt May.

Die Landesregierung plant, das bisherige Fördermodell durch ein Kompetenzzentrum für sprachliche Bildung zu ersetzen. Dieses soll künftig Fachkräfte und Träger bei Fragen der Sprachförderung beraten und unterstützen. Für May greift dieser Ansatz jedoch zu kurz. „Die Fachkräfte in den Kitas sind bereits hervorragend ausgebildet und wissen genau, wie Sprachförderung funktioniert. Statt externer Beratung brauchen die Kitas die Sprachförderkräfte dauerhaft vor Ort, um die Teams zu entlasten und Kinder mit besonderem Förderbedarf gezielt zu unterstützen. Es ist deshalb fatal, dass die Landesregierung dieses Angebot streicht“, so der Abgeordnete.

Im Landkreis Fulda sind nach Angaben der Grünen folgende Einrichtungen betroffen: das Kinderhaus St. Luise, der Evangelische Kindergarten der Christuskirche, die Kindertagesstätte St. Sturmius, die Kita Fulda Galerie, die Kita Weltentdecker, die Kita Fuldaaue, die Kita Edelzell, die Kita Sonnenschein, die Kita Entdeckerinsel, die Kita Miteinander, die Kita Sonnenblume, die Kita Die Hobbits, die Kita Pippi Langstrumpf Sickels, die Kita Niesig, der Evangelische Kindergarten der Lutherkirche sowie die Katholische Kindertagesstätte St. Michael in Bad Salzschlirf. Sollte das Programm wie angekündigt auslaufen, würde dort jeweils eine bislang geförderte Fachkraft wegfallen. +++

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