Die Hochschule Fulda startet mit einem Rekord in das Wintersemester 2026/27: Erstmals in ihrer Geschichte sind mehr als 10.000 Studierende eingeschrieben. Beim traditionellen Empfang zur Begrüßung der neuen Generation hieß Hochschulpräsident Prof. Dr. Karim Khakzar am Montag rund 2.400 Erstsemester willkommen. Besonders auffällig ist der internationale Charakter der Studierenden: Über 1.100 von ihnen kommen aus dem Ausland und repräsentieren 77 verschiedene Nationen.
„Die Babyboomer-Generation wechselt jetzt und in den kommenden Jahren in den Ruhestand. Alle Prognosen gehen davon aus, dass dies zu einem erheblichen Mangel an Fachkräften in vielen Branchen führen wird“, betonte Khakzar in seiner Ansprache vor der vollen Mensa. Die Hochschule sehe ihre Aufgabe darin, junge Menschen in die Region zu ziehen, die hier ihren Abschluss machen und Wurzeln schlagen. Trotz des starken Wettbewerbs zwischen den deutschen Hochschulstandorten sei es gelungen, mit dem attraktiven Angebot von weit über 60 Studiengängen und dem Studienort Fulda so viele Studienanfänger zu gewinnen.
Internationalisierung als Wachstumsmotor
Der Aufwärtstrend bei den Studierendenzahlen, der sich seit dem Ende der Corona-Pandemie 2023 abzeichnet, wird maßgeblich durch die Internationalisierung getragen. Der Anteil internationaler Studierender an der Gesamtzahl liegt inzwischen bei rund 40 Prozent (mehr als 3.700 Personen aus 122 Nationen). Dies ist vor allem auf das wachsende Portfolio an englischsprachigen Studiengängen zurückzuführen. Die meisten ausländischen Erstsemester stammen aus Bangladesch, Indien, Pakistan und Ghana.
Soziale und interkulturelle Studiengänge im Trend
Besonders groß ist der Andrang auf die sozialwissenschaftlichen Angebote. Der Bachelor-Studiengang „Sozialwissenschaften mit Schwerpunkt interkulturelle Beziehungen“, der zweisprachig angeboten wird, verzeichnet allein 225 Studienanfänger. Auch der Master „Intercultural Communication and European Studies“ (211 Studierende) und der klassische Bachelor „Soziale Arbeit“ (182 Studierende) gehören zu den beliebtesten Fächern. Doch auch in den Bereichen Wirtschaft, Informatik, Life Science und Gesundheitswissenschaften ist die Nachfrage hoch. „Für mehrere Studiengänge mussten wir aufgrund der hohen Bewerberzahlen einen Numerus Clausus (NC) einführen“, berichtete Vizepräsident Prof. Dr. Jörg Kreiker, der das Präsidentenamt im Dezember übernehmen wird.
Willkommen im neuen Lebensabschnitt
Neben den offiziellen Grußworten von Präsident Khakzar erhielten die Erstsemester auch praktische Unterstützung für ihren Start. Tim Feldermann von der Zentralen Studienberatung, Mitglieder des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA), Mensaleiter Frank Vogel und Sozialberaterin Elena Ziegler stellten sich vor und verteilten kleine Willkommensgeschenke. Damit war der Grundstein für ein erfolgreiches neues akademisches Jahr gelegt, in dem an der Hochschule Fulda in acht Fachbereichen mehr als 170 Professorinnen und Professoren lehren und forschen. Als eine der forschungsstärksten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Deutschland bietet die Institution zudem als einzige ihrer Art bundesweit das eigenständige Promotionsrecht an. +++














