CDU stellt Führung neu auf – Stumpp gibt Amt als stellvertretende Generalsekretärin ab

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Die CDU plant eine personelle Veränderung in ihrer Parteiführung. Christina Stumpp wird das Amt der stellvertretenden Generalsekretärin zum 21. September 2026 niederlegen. Darauf haben sich Stumpp und CDU-Parteivorsitzender Friedrich Merz nach Angaben der Partei in persönlichen Gesprächen verständigt. Merz will den Parteigremien den Thüringer Bundestagsabgeordneten Michael Hose als kommissarischen Nachfolger vorschlagen.

Merz würdigte die Arbeit Stumpps ausdrücklich. Sie habe in den vergangenen vier Jahren „sehr gute Arbeit geleistet“ und mit dem von ihr aufgebauten Kommunalbüro maßgeblich dazu beigetragen, dass die CDU ihre Stellung als kommunale Kraft der Bundesrepublik stärken konnte. Zudem habe Stumpp mit hohem persönlichem Einsatz integrativ innerhalb der Partei gewirkt. Für die Zusammenarbeit und das gegenseitige Vertrauen sprach ihr Merz seinen ausdrücklichen Dank aus. Die Verbindung solle auch künftig in der gemeinsamen Bundestagsfraktion bestehen bleiben.

Mit der vorgesehenen Berufung von Michael Hose verbindet Merz zugleich eine politische Botschaft. Bei der Neuaufstellung der Parteiführung wolle er die CDU als Partei der Deutschen Einheit personell noch stärker durch Vertreter aus West- und Ostdeutschland abbilden. Hose kommt aus Erfurt und war als Lehrer und Schulleiter tätig, bevor er in den Bundestag einzog. Nach Auffassung von Merz bringt er damit Erfahrungen und Perspektiven ein, die für die Arbeit im Präsidium der CDU Deutschlands von Bedeutung seien.

Hose soll gemeinsam mit Franziska Hoppermann ein Führungsteam bilden. Merz sieht in den unterschiedlichen Biografien und Erfahrungen der beiden Abgeordneten eine sinnvolle Ergänzung für die weitere Arbeit der Parteiführung. Die Entscheidung steht damit zugleich im Zusammenhang mit dem Anspruch der CDU, Ostdeutschland innerhalb der Bundespartei stärker abzubilden. Stumpp selbst verabschiedet sich mit einer positiven Bilanz aus ihrer Funktion. Sie verwies darauf, in den vergangenen vier Jahren rund 75 Prozent der CDU-Kreisverbände besucht und sich auf Bundesebene für kommunale Belange eingesetzt zu haben. Besonders hob sie das von ihr gegründete Netzwerk women@cdu hervor, mit dem mehr Frauen für kommunalpolitisches Engagement gewonnen werden sollten.

Nach Angaben Stumpps vertritt die CDU rund 72.500 ehrenamtliche und hauptamtliche kommunale Vertreterinnen und Vertreter. Gerade auf dieser Ebene sieht sie eine zentrale Bedeutung der Partei für die demokratische Arbeit vor Ort. Den Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern sowie den Mitgliedern der CDU dankte sie für ihren Einsatz. Auch Friedrich Merz und dem Team im Konrad-Adenauer-Haus sprach Stumpp ihren Dank für die Zusammenarbeit aus. Franziska Hoppermann und ihrem Nachfolger wünschte sie für die neuen Aufgaben Erfolg und eine glückliche Hand.

Die Personalentscheidung fällt in eine Phase, in der die CDU ihre Parteiführung neu ausrichtet und zugleich ihre politische Positionierung für die kommenden Jahre schärfen muss. Die Berufung eines Politikers aus Thüringen unterstreicht dabei den Anspruch von Merz, die ostdeutsche Perspektive stärker in der Führung der Bundespartei zu verankern. Gleichzeitig verliert die Parteiführung mit Stumpp eine Politikerin, deren Schwerpunkt in den vergangenen Jahren insbesondere auf der kommunalen Ebene und der Vernetzung innerhalb der Partei lag. +++

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