Nägel und Nadeln in Halloween-Süßigkeiten: Polizei ermittelt in mehreren Bundesländern

Nach dem Halloween-Fest sind in mehreren Bundesländern gefährliche Manipulationen an Süßigkeiten bekannt geworden. Kinder hatten beim Sammeln von Süßwaren Schokoriegel, Kaubonbons und andere Naschereien erhalten, in denen sich versteckte Nägel, Nähnadeln oder weitere Metallgegenstände befanden.

Betroffen von den Vorfällen sind unter anderem Niedersachsen, Thüringen, Baden-Württemberg, Bayern, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt. In Hannover wurden drei Süßigkeiten festgestellt, die mit Nähnadeln präpariert waren. In Schleswig-Holstein entdeckten Kinder einen rund 3,5 Zentimeter langen Nagel in einem Kaubonbon sowie eine Nähnadel in einem Schokoriegel. Auch aus Essen wurden Funde von Nähnadeln gemeldet, die in Schokoriegeln und Weingummis steckten.

In den meisten registrierten Fällen bemerkten die Kinder oder deren Eltern die gefährlichen Gegenstände rechtzeitig vor dem Verzehr, wodurch Verletzungen weitgehend ausblieben. Auf Fehmarn berichteten allerdings zwei elfjährige Mädchen über körperliche Beschwerden; eines von ihnen hatte zuvor Weingummis probiert, die ungewöhnlich geschmeckt hatten. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung. Die Behörden raten Eltern eindringlich dazu, die gesammelten Süßigkeiten vor dem Verzehr genau zu untersuchen. Dabei sei insbesondere auf beschädigte Verpackungen, Einstichstellen oder unübliche Veränderungen zu achten. Verdächtige Funde sollten keinesfalls gegessen, sondern zusammen mit der Verpackung gesichert und den Ermittlern übergeben werden.

Für den Bereich Osthessen lagen zunächst keine bestätigten Fälle entsprechender Manipulationen aus Fulda oder der Region vor. +++

fuldainfo.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert