Die Zahl der Einschulungen in Deutschland ist im Schuljahr 2025/2026 zurückgegangen. Insgesamt wurden 811.200 Kinder eingeschult. Das waren rund zwei Prozent weniger als im Vorjahr, als noch 829.700 Kinder erstmals eine Schule besuchten. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mit. Gleichzeitig besuchten knapp neun Millionen Schülerinnen und Schüler eine allgemeinbildende Schule in Deutschland.
Im Schuljahr 2025/2026 wurden an den rund 32.800 allgemeinbildenden Schulen insgesamt 8.998.200 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Damit entfielen knapp 80 Prozent aller Schüler auf diesen Bereich. Weitere 2.258.000 junge Menschen besuchten eine der rund 8.300 beruflichen Schulen in Deutschland.
An den allgemeinbildenden Schulen besaßen 84 Prozent der Schülerinnen und Schüler beziehungsweise 7.529.500 Personen die deutsche Staatsangehörigkeit. 16 Prozent oder 1.468.700 hatten keine deutsche Staatsangehörigkeit. Die überwiegende Mehrheit besuchte eine öffentliche Schule: Rund 91 Prozent beziehungsweise 8.179.300 Schülerinnen und Schüler waren dort angemeldet. Weitere neun Prozent oder 818.800 besuchten eine private Schule.
Dabei zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen öffentlichen und privaten Einrichtungen. An öffentlichen allgemeinbildenden Schulen hatten 83 Prozent der Schülerinnen und Schüler die deutsche und 17 Prozent eine ausländische Staatsangehörigkeit. An Privatschulen lag der Anteil derjenigen ohne deutsche Staatsangehörigkeit dagegen bei rund sieben Prozent. Das entsprach etwa 60.000 Schülerinnen und Schülern.
Auch an den beruflichen Schulen überwog die Zahl der Schüler mit deutscher Staatsangehörigkeit. Ihr Anteil lag bei 81 Prozent beziehungsweise 1.827.600 Personen. Weitere 19 Prozent oder 430.100 Schülerinnen und Schüler besaßen ausschließlich eine ausländische Staatsangehörigkeit. Rund 90 Prozent der insgesamt 2.258.000 Schüler an beruflichen Schulen besuchten eine öffentliche Einrichtung, während etwa zehn Prozent an einer privaten Schule unterrichtet wurden. Das entsprach rund 2.023.700 beziehungsweise 234.300 Personen.
Von den 811.200 Einschulungen im Schuljahr 2025/2026 erfolgten 91 Prozent fristgemäß. Insgesamt 735.500 Kinder waren damit zum maßgeblichen Stichtag des Einschulungsjahres bereits sechs Jahre alt. Rund sieben Prozent beziehungsweise 53.200 Kinder wurden verspätet eingeschult. Weitere 22.400 Kinder und damit knapp drei Prozent begannen vorzeitig mit der Schule.
Zum Abschlussjahr 2025 verließen insgesamt 769.000 Schülerinnen und Schüler eine allgemeinbildende Schule. Davon erreichten 228.700 die Allgemeine Hochschulreife und damit das Abitur. Weitere 770 Personen erlangten die Fachhochschulreife. Den Mittleren Schulabschluss, beispielsweise den Realschulabschluss, erreichten 339.800 Absolventinnen und Absolventen. Mit einem Ersten Schulabschluss, zu dem unter anderem der Hauptschulabschluss zählt, verließen 134.800 junge Menschen die allgemeinbildende Schule.
64.900 Schülerinnen und Schüler gingen 2025 ohne Ersten Schulabschluss von einer allgemeinbildenden Schule ab. Unter ihnen befanden sich rund 26.100 Personen mit einem sonderpädagogischen Abschluss.
Bei der Betrachtung der Schulabschlüsse zeigen sich deutliche Unterschiede hinsichtlich der Staatsangehörigkeit. Während unter den Absolventinnen und Absolventen mit Allgemeiner Hochschulreife lediglich fünf Prozent keine deutsche Staatsangehörigkeit besaßen, lag dieser Anteil beim Mittleren Schulabschluss bei 13 Prozent. Beim Ersten Schulabschluss waren es 25 Prozent. Unter denjenigen, die eine allgemeinbildende Schule ohne Ersten Schulabschluss verließen, hatten 35 Prozent ausschließlich eine ausländische Staatsangehörigkeit.
Auch zur personellen Situation an den Schulen legte das Statistische Bundesamt Zahlen vor. Im Schuljahr 2025/2026 waren an allgemeinbildenden Schulen rund 760.300 Lehrkräfte beschäftigt. Mit 73 Prozent beziehungsweise 556.800 Personen stellte der weibliche Anteil die deutliche Mehrheit. Allerdings variierte das Geschlechterverhältnis je nach Schulart erheblich. Besonders hoch war der Frauenanteil an Schulkindergärten, Grundschulen und Vorklassen. Dort lag er zwischen 86 und 93 Prozent. An Abendhauptschulen, Abendrealschulen und Abendgymnasien sowie an Kollegs war der Männeranteil dagegen am höchsten. Dort waren zwischen 42 und 44 Prozent der Lehrkräfte männlich.
Rund 56 Prozent der Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen arbeiteten in Vollzeit, während 44 Prozent in Teilzeit beschäftigt waren. Unter den Teilzeitbeschäftigten lag der Frauenanteil bei 86 Prozent.
An den beruflichen Schulen waren im selben Schuljahr insgesamt 125.000 Lehrkräfte tätig. Auch dort stellten Frauen mit 55 Prozent die Mehrheit. Der Männeranteil war besonders hoch an den Schularten des Berufsgrundbildungsjahres in vollzeitschulischer Form mit 55 Prozent sowie an den Teilzeit-Berufsschulen mit 53 Prozent. Besonders hohe Frauenanteile verzeichneten dagegen die Fachakademien mit 76 Prozent und die Fachschulen mit 62 Prozent.
Im Unterschied zu den allgemeinbildenden Schulen arbeiteten Lehrkräfte an beruflichen Schulen häufiger in Vollzeit. Ihr Anteil lag bei rund 63 Prozent. Unter den in Teilzeit beschäftigten Lehrkräften waren drei Viertel Frauen. Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes geben damit einen umfassenden Überblick über die Schülerzahlen, Einschulungen, erreichten Schulabschlüsse und die personelle Situation an den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen in Deutschland. +++


