Warnstufe 2 erreicht: Landkreis Fulda warnt nach vier Tagen Hitze vor extremer Wärmebelastung

Hitzewelle

Im Landkreis Fulda hat die anhaltende Hitze eine neue Warnstufe erreicht. Das Gesundheitsamt warnt ab dem heutigen Sonntag vor extremer Wärmebelastung, nachdem der Deutsche Wetterdienst bereits den vierten Tag in Folge eine Warnung vor starker Wärmebelastung herausgegeben hat. Mit vier aufeinanderfolgenden Tagen, an denen die gefühlten Temperaturen über 32 Grad lagen, gilt im Landkreis nun die Hitzewarnstufe 2. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes werden auch in den kommenden Tagen vergleichbar hohe Temperaturen erwartet.

Vor diesem Hintergrund ruft das Gesundheitsamt die Bevölkerung dazu auf, Hitzewarnungen aufmerksam zu verfolgen und den Tagesablauf an die hohen Temperaturen anzupassen. Insbesondere zwischen 11 und 17 Uhr sollte der Aufenthalt im Freien möglichst vermieden werden, sofern keine kühleren Orte als die eigene Wohnung zur Verfügung stehen. Körperlich anstrengende Tätigkeiten im Freien sollten in diesen Stunden nach Möglichkeit unterbleiben.

Ebenso wichtig sei eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Empfohlen werden täglich etwa zwei bis drei Liter, vorzugsweise Wasser. Menschen mit Herz- oder Nierenerkrankungen sollten die Trinkmenge mit ihrer behandelnden Ärztin oder ihrem behandelnden Arzt abstimmen. Bei der Ernährung rät das Gesundheitsamt zu leichten, frischen und kühlen Speisen wie Gemüse, Salaten, Obst sowie fettarmen Milchprodukten. Fettige Speisen und größere Fleischmengen sollten möglichst vermieden werden.

Zur Abkühlung des Körpers empfiehlt das Gesundheitsamt unter anderem kühle, feuchte Umschläge für Arme, Beine, Stirn oder Nacken. Auch Fußbäder oder das Kühlen der Unterarme mit Wasser können helfen. Bereits das Befeuchten der Haut könne Erleichterung verschaffen. Alternativ könnten kühlende Lotionen oder Sprays eingesetzt werden.

Auch in den eigenen vier Wänden lässt sich die Belastung durch die Hitze reduzieren. Fenster und Türen sollten tagsüber geschlossen bleiben und erst dann geöffnet werden, wenn die Außentemperaturen unter denen in der Wohnung liegen. Das ist meist in den Nachtstunden oder am frühen Morgen der Fall. Fenster sollten möglichst verschattet werden, etwa durch Rollos, Fensterläden oder Markisen. Luftbewegung im Raum kann zusätzlich für Abkühlung sorgen. Wer eine Klimaanlage nutzt, sollte diese wegen der erhöhten Erkältungsgefahr nicht zu niedrig einstellen.

Das Gesundheitsamt empfiehlt außerdem, beim nächsten Arztbesuch die Hitzeverträglichkeit regelmäßig eingenommener Medikamente anzusprechen und die Hinweise in den jeweiligen Packungsbeilagen zu beachten. Zugleich appelliert die Behörde, bei hohen Temperaturen besonders auf Angehörige, Freunde oder Nachbarn zu achten und bei Bedarf Unterstützung anzubieten.

Besondere Aufmerksamkeit gilt möglichen gesundheitlichen Folgen der Hitze. Eine Hitzeerschöpfung kann sich unter anderem durch kalte und feuchte Haut, niedrigen Blutdruck bei gleichzeitig hoher Pulsfrequenz, schnelle aber schwache Atmung, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Schwindel und Abgeschlagenheit bemerkbar machen. Treten diese Symptome auf, sollte der Körper gekühlt und ausreichend Flüssigkeit aufgenommen werden. Verbessert sich der Zustand innerhalb einer Stunde nicht oder steigt die Körpertemperatur auf 38 Grad Celsius, ist ärztliche Hilfe erforderlich, um einen Hitzschlag zu verhindern.

Ein Hitzschlag äußert sich durch gerötete, heiße und trockene Haut. Hinzu können Übelkeit, Kopfschmerzen, Bewusstseinsveränderungen oder Bewusstlosigkeit kommen. In einem solchen Fall muss umgehend der Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 verständigt werden. +++ red.

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