Ein Verbrechen, das sprachlos macht, erschüttert den Odenwaldkreis: In den frühen Morgenstunden hat ein Mann seine Lebensgefährtin getötet – und sich kurz darauf selbst das Leben genommen. Die Nachricht verbreitete sich am Montag, bestätigt von der Staatsanwaltschaft Darmstadt und dem Polizeipräsidium Südhessen.
Nach bisherigem Ermittlungsstand spielte sich die Tat in einer Wohnung im Michelstädter Stadtteil Vielbrunn ab. Dort soll der 62-Jährige die 33 Jahre alte Frau getötet haben. Was genau geschah, in welchen Momenten sich die Situation zuspitzte – darauf gibt es bislang keine Antworten. Die Ermittlungen stehen noch am Anfang, vieles liegt im Dunkeln.
Fest steht nur die Abfolge der Ereignisse, wie sie sich den Behörden derzeit darstellt: Nach der Tat verließ der Mann den Ort – und suchte wenig später selbst den Tod. Im Bereich eines landwirtschaftlichen Anwesens im Michelstädter Stadtteil Weiten-Gesäß nahm er sich das Leben.
Zwischen den beiden Tatorten liegen nicht nur einige Kilometer, sondern auch ein Geschehen, das Fragen aufwirft. Fragen nach Motiven, nach dem, was dieser Eskalation vorausging – und nach den Umständen, die schließlich in zwei Todesfällen mündeten.
Die Kriminalpolizei in Erbach hat gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen. Spuren wurden gesichert, erste Puzzleteile zusammengetragen. Doch ein klares Bild ergibt sich noch nicht.
Besondere Bedeutung kommt nun der gerichtlich angeordneten Obduktion der 33-Jährigen zu. Sie soll klären, woran die Frau genau starb – und damit möglicherweise weitere Hinweise auf den Ablauf der Tat liefern.
Noch sind die Hintergründe unklar. Die Behörden halten sich mit weiteren Angaben zurück. Zurück bleibt ein Fall, der nicht nur durch seine Brutalität erschüttert, sondern auch durch das, was er offenlässt: ein Geschehen ohne erklärten Anfang, mit einem endgültigen Ende. +++












