Es ist eine jener Nächte, in denen aus einem Streit plötzlich bitterer Ernst wird. Am Mainufer, unweit des Holbeinstegs, eskalierte in der Nacht vom 7. auf den 8. April eine Auseinandersetzung zwischen einem Paar – mit dramatischen Folgen: Eine 18-jährige Frau stürzt in den Fluss, ihr Leben hängt für Minuten am seidenen Faden.
Der mutmaßliche Täter: ihr 34-jähriger Lebensgefährte. Nach bisherigen Erkenntnissen soll er die junge Frau im Verlauf eines Beziehungsstreits in den Main gestoßen haben – in dem Wissen, dass sie nicht schwimmen kann. Ein Moment, der alles verändert.
Was dann folgt, ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Die Frau schreit um Hilfe, Passanten reagieren geistesgegenwärtig. Gemeinsam mit einer alarmierten Polizeistreife gelingt es, die 18-Jährige aus dem Wasser zu retten. Ohne dieses schnelle Eingreifen hätte die Nacht am Fluss ein tödliches Ende nehmen können.
Der Tatverdächtige wird noch am Morgen festgenommen. Kurz darauf führt man ihn dem Ermittlungsrichter vor. Die Staatsanwaltschaft sieht einen schwerwiegenden Verdacht: versuchter Mord in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Der Richter folgt dem Antrag – Haftbefehl, Untersuchungshaft.
Zurück bleibt ein Fall, der Fragen aufwirft: über Eskalation, über Verantwortung – und darüber, wie schnell aus Worten Taten werden können.
Die Polizei bittet weiterhin um Hinweise von Zeugen. Wer Beobachtungen gemacht hat, soll sich unter der Rufnummer 069/755-51199 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle melden. +++













