Nach Todesfahrt beim Berliner CSD: Merz spricht von „Angriff auf unsere Gesellschaft“

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Bundeskanzler Friedrich Merz. Foto: fdi-Mediendienst

Nach der Todesfahrt beim Christopher Street Day (CSD) in Berlin hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) eine schnelle Aufklärung der Tat zugesichert. „Wir sind offen und freiheitsliebend – und das werden wir auch bewahren und verteidigen“, schrieb der Kanzler am Sonntagmorgen auf der Plattform X. Die Tat werde aufgeklärt und „mit aller Härte“ verfolgt.

Merz bezeichnete die Ereignisse erneut als „abscheuliche Tat“. Hunderttausende Menschen aus aller Welt hätten den Christopher Street Day friedlich gefeiert. „Sie wollten, dass wir gut und tolerant miteinander umgehen. Das ist ein Angriff auf unsere Gesellschaft“, erklärte der Bundeskanzler.

Die Polizei fahndet unterdessen weiter nach dem 21-jährigen Abdul B., der am Samstag gegen 22 Uhr mit einem Kleintransporter in den Berliner Tiergarten gerast sein soll, wo Teilnehmer des CSD feierten. Das Fahrzeug prallte schließlich gegen einen Baum, der Fahrer flüchtete. Nach aktuellen Angaben der Ermittler sollen sich jedoch „eine oder mehrere Personen“ aus dem Transporter entfernt haben. Zudem wurden mehrere Menschen nach Behördenangaben durch Stichwerkzeuge verletzt.

Die Veranstaltung war unmittelbar nach der Tat abgebrochen worden. Mehr als eine Stunde lang blieb jedoch weitgehend unklar, was sich ereignet hatte. Nach Einschätzung der Behörden sollte dadurch offenbar eine Panik unter den Besuchern verhindert werden. Im Rahmen der Fahndung setzte die Berliner Polizei zeitweise auch einen Hubschrauber über dem Tiergarten ein, der nach bisherigen Informationen mit einer Wärmebildkamera ausgestattet war.

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen wurde bei der Tat am Samstagabend ein Mensch getötet. Weitere 16 Personen wurden verletzt.

Der Christopher Street Day ist ein Fest- und Demonstrationstag von Lesben, Schwulen und weiteren queeren Menschen, der seit Jahrzehnten in zahlreichen Städten begangen wird. Zu den größten Veranstaltungen zählen die CSD-Umzüge in Berlin und Köln. +++ red.

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